Die Regierung der kanadischen Provinz Quebec hat drei Open-Source-Lizenzen veröffentlicht, die es den Provinzverwaltungen einfacher machen soll, Softwarelösungen zu teilen.
In den kommenden Wochen sollen die neuen Lizenzen verfügbar sein, berichtet Joinup, von denen sich eine an der BSD-Lizenz orientiert mit nur minimalen Anforderungen an die Weitergabe. Eine zweite Apache-artige Lizenz bewahrt das Copyright und ergänzt einen Disclaimer. Die dritte Lizenz schließlich ist an die GPL angelehnt und setzt die Weitergabe einer veränderten Software unter derselben Lizenz voraus.
Die Lizenzen sollen kompatibel mit den gängigen Open-Source-Lizenzen sein, wie etwa der EUPL, einer Lizenz der Europäischen Union. Letztere konnte die Provinzregierung allerdings, entgegen den ursprünglichen Plänen, nicht verwenden. Die EUPL sieht vor, Lizenzverletzungen vor europäische Gerichte zu bringen oder, wenn der Verletzer nicht aus der EU kommt, vor ein belgisches Gericht. Eine Klausel, die für Kanada wenig Sinn macht.
Im Unterschied zur BSD-, Apache- und GPL-Lizenz setzt Quebec sich zudem als Lizenzautorität ein. Die Landesregierung möchte die Free Software Foundation im nächsten Schritt darum bitten, der Lizenz ihren offiziellen Segen zu erteilen.




