Qt-Chefentwickler Lars Knoll hat die erste Beta der neuen Major-Version des GUI-Toolkits bekannt gegeben.
Mit der Beta sind alle architektonischen Veränderungen implementiert, für die man in der Alpha-Version von April dieses Jahres noch um Feedback bat. Die Organisation des Toolkits teilt sich fortan zum Beispiel in Essentials und Addons auf: Die “Qt Platform Abstraction” (QPA) dient als Basis aller Plattformen. Das soll das Portieren erleichtern. Ein neuer Grafik-Stack für Qt Quick soll es einfach machen, Open-GL-Elemente zu integrieren. Vor allem aber sollen alle Features auch für schwachbrüstige, günstige Hardware funktionieren, womit Knoll explizit Pi-Fans adressiert.
Trotz der Neuerungen haben die Qt-Entwickler im April extra deutlich gemacht, dass C++-Apps und Qwidgets weiter unterstützt sind. Auch an C++11 haben sie gedacht. Doch neue Benutzeroberflächen wie zum Beispiel in Windows 8 hätten das Augenmerk auf die Anforderung gezogen, flüssigere Oberflächen zu erstellen, als das mit C++ und Qwidgets möglich sei. Daher liegt der Schwerpunkt auf QML. Dennoch sei das als Zusatz zu sehen – wer möchte, könne wie bisher im Qt-4-Stil entwickeln.
Die Beta ist nach der Alpha die zweite Release, die unter dem Dach des selbstverwalteten Qt-Projekts entstand, das sich im Herbst 2011 geformt hatte. Nach der Übernahme des gesamten Qt-Geschäfts Anfang August 2012 hat der neue Qt-Besitzer Digia zugesagt, das Qt-Projekt weiter zu unterstützen.
Installationsdateien für Qt 5 Beta sind für x11- und Wayland-basierte Linux-Plattformen erhältlich, sowie für Windows und Mac OS. Einzelheiten enthalten die Beta-Meldung, das Alpha-Announcement und die ursprünglichen “Gedanken über Qt 5” von Mai 2011.



