Das Qemu-Team hat die neue Version 2.3.0 des Emulators mit vielen Neuerungen freigegeben.
Zu den Neuerungen zählt die Unterstützung der neuen MIPS-Prozessoren 5KEc und 5KEf MIPS64r2 sowie M14K und M14Kc MIPS32r2. Für die Sparc-Platformen Sun4u und Sun4m wurde der Support verbessert. Bei den x86er-CPUs kam das neue Model IvyBridge hin zu.
Für die Fehlersuche kann Qemu zusammen mit KVM nun unter dem Debugger Valgrind laufen. Linux-Kernel mit Versionsnummern größer 4.0 können nun Qemu dazu anhalten, ein Gerät automatisch zu entfernen, wenn die Verbindung zum Vfio-PCI-Treiber getrennt wird. Alle Targets, die PCI unter stützen, verfügen nun auch über einen Standard-VGA-Modus (vorher gab es den beispielsweise bei ARM nicht). Die Emulation der seriellen Interfaces 8250/16550 ist nun näher am Original.
Der Gast-Agent kennt das neue Kommando »guest-set-user-password«, unter Linux zusätzlich die kommandos »guest-get-memory-blocks«, »guest-set-memory-blocks« und »guest-get-memory-block-info«. Bei Blockdevices können Virtio-Blk-SCSI-Requests nun asynchron abgearbeitet werden, Lesezugriffe lassen sich jetzt zusammenfassen.



