Q1/2009: Kaum Gewinneinbußen für IBM

IBMs Gewinn sank im ersten Geschäftsquartal 2009 um ein Prozent, der Umsatz dagegen um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. 2,3 Milliarden US-Dollar Gewinn stehen damit knapp 22 Milliarden Dollar Umsatz gegenüber.

Weltweit gingen die Umsätze in Europa, dem mittleren Osten und Afrika (EMEA) mit minus 18 Prozent am stärksten zurück und landete bei gut 7 Milliarden Dollar.

Im gesamten Softwarebereich legte der Gewinn um fünf Prozentpunkte zu, während der Umsatz mit 4,5 Milliarden Dollar um etwa sechs Prozent sank. Der Gewinn ist zu guten Teilen Websphere und Rational zu verdanken: Im Vergleich mit allgemein rückläufigen Wirtschaftszahlen glänzen diese Produktfamilien mit immerhin fünf Prozent mehr Umsatz (Websphere) beziehungsweise neun Prozent mehr bei Rational. Tivoli behält mit einem Umsatzminus von einem Prozent seine Position. Acht Prozent rückläufig war die Sparte Informationsmanagement. Mit 12 Prozent Umsatzrückgang markiert Lotus Notes das Schlusslicht.

Im Segment Systeme und Technologie muss IBM sowohl bei Umsatz als auch bei Gewinn einen starken Rückgang von etwa 22 Prozent verkraften. Am tiefsten fielen, wie in den vorangehenden Quartalen, das Mikroelektronik-OEM-Geschäft mit minus 38 Prozent, dicht gefolgt vom System X mit minus 27 Prozent. Die Z-Rechner brachten 18 Prozent weniger ein. Relativ stabil blieben die Unix-Maschinen Systeme P, die brachten nur zwei Prozent weniger Umsatz als im ersten Quartal 2008.

Das relativ gute Ergebnis begründet IBM-Chef Samuel Palmisano mit IBMs Verlagerung hin zu Software und Services sowie mit IBMs Strategie, sich aus preissturzgefährdeter Massenware (“commodity business”) herauszuhalten. Für die Zukunft betont er das Konzept “Smarter Planet”, das IBM im Vorfeld der Cebit publik gemacht hatte, und zielt auf einen Aktienkurs von zehn bis elf Dollar für das Jahr 2010. Für 2009 sollen es 9,20 Dollar werden.

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