Ein Bot nistet sich seit einigen Monaten in Consumer-Geräten ein, die unter Linux auf einer MIPS-CPU laufen. Infizierte Geräte binden sich zu einem Botnet über IRC zusammen und erwarten Kommandos.
Schon im Januar hatte der Australier Terry Baume in einem kurzen Paper darauf hingewiesen, das die unter dem Namen Psyb0t firmierende Malware Linux-Systeme befällt. Zumeist sind dies DSL-Router. Betroffen ist eine ganze Palette von Geräten, die die CPU unter Linux nutzen, darunter auch verschiedene Versionen von OpenWRT. Angriffsvektor sind überwiegend Telnet- oder SSH-Zugänge, die auch auf das WAN-Interface des Gerätes horchen sowie schwache Passwörter an diesen Schnittstellen. Dem Vernehmen nach hat die Software verschiedene Angriffswerkzeuge eingebaut, darunter einen Netzwerkscanner und einen Brute Forcer.
Aufmerksamkeit hatte das Botnet erregt, nachdem es eine Website mit IP-Blacklists mit einem Denial-of-Service-Angriff belegt hatte. Verschiedene Quellen berichten von 80.000 – 100.000 Clients, die sich alle bei dem offenkundig schwer zurückverfolgbaren IRC-Kanal angemeldet haben. Einer Mitteilung im Steuerkanal zufolge ist das Botnet mittlerweile deaktiviert, bleibt aber dennoch das erste seiner Art, das im größeren Maßstab Linux-Geräte angegriffen hatte.




