Üblicherweise vergibt der Serverspezialist Thomas Krenn die vom Unternehmen gestifteten und mit insgesamt 10.000 Euro in Sachpreisen dotierten Awards bei den Chemnitzer Linuxtagen. Wegen der Corona-Krise gab es zum zehnjährigen Jubiläum der Awards nur eine virtuelle Vergabe an die drei ausgezeichneten Projekte.
Die Gewinner des zehnten Thomas-Krenn-Awards sind der XMPP-Client Dino, der Verein Teckids e.V. und die Heim-Automatisierungsplattform Home Assistant. Ausgewählt hat die Projekte eine unabhängige Jury, die aus Peter Ganten (Univention) Bernd Erk (Netways), Ralph Sontag (Chemnitzer Linux-Tagen), Ingo Wichmann (Linuxhotel) und Lenz Grimmer (Suse) bestand. Zusätzlich zu den Jurymitgliedern konnte auch die Community über eine Online-Umfrage eine Stimme abgeben.
Zur Begründung der Auswahl heißt es von Thomas Krenn, dass das erstplatzierte Projekt, die Messenger-Software Dino, sich als plattformübergreifender Desktop-Client für das Chat-Protokoll XMPP bewährt habe, der ein modernes Interface und Sicherheits-Features wie Ende-zu-Ende-verschlüsselte Chats zu bieten habe. Das Dino-Team will die Hardware aus dem Thomas-Krenn-Award für eigene Build- und Download-Server verwenden, um betriebssystemübergreifend stabile Versionen der Software anbieten zu können.
Der zweite Platz ging an Teckids, einen in Bonn ansässigen Verein, der das Ziel hat, Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Technik, das Programmieren und freie Software nahezubringen, teilt Thomas Krenn mit. Der Teckids e.V. stellt Online-Dienste, freies Unterrichtsmaterial und Software für Schüler und Schulen bereit und organisiert Freizeiten sowie Workshops. Unter der Domain “schul-frei.org” präsentiert der Verein freie Software für den Bildungsbereich. Teckids wird die gewonnene Hardware für den Aufbau einer Demo-Plattform verwenden, berichtet Thomas Krenn.
Mit Home Assistant gelangte ein Projekt auf Platz drei, das bereits mehrfach zu den Gewinnern beim Thomas-Krenn-Award gehörte. Die Software kann eine große Bandbreite verschiedenster Geräte steuern, vom Mediaplayer über schaltbare Steckdosen bis zur Heizungsregelung. Das Projekt komme ohne Cloud-Zwang aus, was der Sicherheit der heimischen Infrastruktur diene, heißt es in der Begründung.


