Perls Git-Repository enthält alle Commits, seit Larry Wall Perl 1987 aus der Taufe hob. Im Perl-Snapshot aus dem Linux-Magazin 02/2011 gewinnt das Statistik-Tool R aus den historischen Daten überraschende Informationen und stellt sie grafisch dar.
Es kann vielleicht nicht jeder nachvollziehen, aber zumindest für mich hat es etwas Erhebendes, die vollständige Historie des Perl-Kerns vor Augen zu haben. Welche Dateien hat Larry Wall anno 1987 eingecheckt? Wer schickte das erste Patch ein? Was enthielt es? Das Kommando »git log« zeigt erste Ergebnisse sofort an (Abbildung 1) und benötigt nur wenige Sekunden, um sich bis zum Anfang des Projekts vorzuarbeiten. Das funktioniert sogar ohne Internetverbindung und selbst auf einem Netbook. Alle Informationen sind in einem 120 MByte großen Repository versteckt, das »git« von [git://perl5.git.perl.org/perl.git] bezieht. Dass Git herkömmliche Versionskontrollsysteme wie Subversion aus dem Feld schlägt, wundert nur Unwissende.

Abbildung 1: Das Git-Repository des Perl-Projekts enthält alle Commits, seit Larry Wall 1987 es aus der Taufe hob. Für die Zeitreise braucht die Versionskontrolle nur Sekunden.
Die geballte Informationsladung des Perl-Repository hilft nicht nur interessierten Programmierern die Entwicklung des Projekts mitzuverfolgen. Moderne Statistiktools extrahieren daraus Trends und stellen sie grafisch ansprechend dar. Bereits mit Shell-Bordmitteln wie […]




