Die Innovationstätigkeit zur Künstlichen Intelligenz hat an Fahrt aufgenommen, teilt das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) mit. In Technikklassen mit starkem KI-Bezug seien 2023 rund 40 Prozent mehr Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland veröffentlicht worden als vor fünf Jahren.
Einen besonders starken Zuwachs habe es bei den Kerngebieten der KI gegeben, zu denen das DPMA digitale Rechenanlagen mit speziellen Verarbeitungseinheiten, Rechenanlagen auf der Grundlage spezifischer Rechenmodelle wie neuronaler Netze und zugehörige Lernverfahren zählt. In diesen Bereichen habe sich die Zahl der Anmeldungen seit 2019 mehr als verdreifacht.
Neben den Kerngebieten der Künstlichen Intelligenz ergab die Analyse eine besonders starke Innovationstätigkeit unter anderem in der Bildanalyse, der Computertechnik, der Medizintechnik und im Bereich Verkehrs- und Fahrzeugtechnik. Betrachtet man die veröffentlichten Patentanmeldungen für den deutschen Markt nach Herkunftsländern, so zeigt sich, dass US-amerikanische Anmelder dominieren: Fast zwei Drittel (32,4 Prozent) aller 2023 veröffentlichten Anmeldungen kamen von Unternehmen oder Forschungseinrichtungen aus den Vereinigten Staaten. Dahinter liegen Deutschland mit einem Anteil von 17,1 Prozent und Japan mit 12,4 Prozent. Auf Rang 4 und 5 folgen China (10,1 Prozent) und die Republik Korea (4,7 Prozent). Deutlich wird gleichzeitig, dass die Zuwächse in den asiatischen Staaten am größten sind: Aus China kamen im vergangenen Jahr 15,0 Prozent mehr Veröffentlichungen als noch 2022. Es folgen die Republik Korea mit einem Zuwachs von 10,7 Prozent und Japan (+ 8,0 Prozent). In Deutschland betrug der Zuwachs 5,2 Prozent, in den USA 3,7 Prozent.
Im Ranking der Einzelanmelder lag 2023 mit der Robert Bosch GmbH ein deutsches Unternehmen auf Platz 1. Es folgten Huawei, Google, Microsoft Technology Licensing und Samsung Electronics.





