Trolltech, Hersteller der Handy-Plattform Qtopia und Red Bend Software, Marktführer bei Over-The-Air-Komponenten wollen im Rahmen einer Partnerschaft Firmware-Updates und Konfigurationseinstellungen über das Funknetz einspielen.
Mit OTA (Over-The-Air) können Firmen, Provider, Dienstanbieter und Softwarehersteller ohne Zutun des Handy-Besitzers Konfigurationen, Daten und sogar die komplette Firmware auf mobilen Geräten ändern oder austauschen, wobei der gesamte Prozess direkt über das Funknetz vonstatten geht. Im Idealfall erfährt ein Benutzer gar nichts von den Änderungen, und kommuniziert ab sofort einfach mit der neuen Version der Software.
OTA ist in den Varianten Over-The-Air Service Provisioning (OTASP), Over-The-Air Provisioning (OTAP), Over-The-Air Parameter Administration (OTAPA) und Firmware-Over-The-Air (FOTA) in fast allen modernen Handys integriert, und kann wahlweise vom User angestoßen oder durch den Empfang einer “stillen” SMS getriggert werden. In den letzten Jahren kamen immer wieder Gerüchte auf, dass Strafverfolgungsbehörden mit Hilfe von OTA Handys zum Abhören benutzen könnten, Belege dafür gibts es aber nicht.
Die Anwendungsplattform Qtopia, ein Nachfolger des QT Palmtop Environments kommt auf Geräten wie dem Sharp Zaurus, Trolltechs Greenphone, Motorola Linux-Handys und wahrscheinlich auch auf Openmoko zum Einsatz. Die Oberfläche unterliegt der GPL, eine alternative Version gibt es unter einer proprietären Lizenz. Geplant ist , Red Bends Software in Trolltechs Greensuite Initiative einzubinden und so interessierten Software-Herstellern die Möglichkeiten zur automatischen Softwareverteilung zu bieten.
Red Bends OTA-Software kommt bereits heute in zahlreichen Geräten zum Einsatz, darunter Motorola, NEC, Sharp, Sony Ericsson. Trolltech ist vor allem für seine QT-Bibliotheken, die vom KDE-Projekt genutzt werden, bekannt, und hat diese erst kürzlich unter der GPL veröffentlicht (Linux Magazine Online berichtete).



