Bei Opensuse haben im Februar zwei Mitglieder des Führungsgremiums ihren Rücktritt verkündet. Es ging dabei um mutmaßliche Verletzungen des Code of Conduct. Dies wiederum führte zu einem Misstrauensvotum gegen das verbleibende Board.
Bei Opensuse ist seit einigen Monaten ein Sitz im Führungsgremium unbesetzt. Nachdem es gegen das spätere Board-Mitglied Sarah Julia Kriesch im Vorfeld der Wahlen Vorwürfe wegen mutmaßlicher Verletzung des Code of Conduct gegeben hatte, soll sie von den Board-Mitgliedern zum Rücktritt gezwungen worden sein. Kurze Zeit später trat auch Christian Boltz zurück und nannte in seiner Rücktrittsmail nicht näher benannte Vorfälle unter den Board-Mitgliedern. An seine Stelle rückte Vinzenz Vietzke nach, der gemäß den Wahlen von 2019/2020 auf dem Nachrückerplatz stand.
Kurz vor einer neuerlichen Wahl, um den verbleibenden leeren Platz zu besetzen, reichte Opensuse-Mitglied Pierre Böckmann ein Misstrauensvotum gegen das Board ein. Böckmann nannte als Gründe dafür die seiner Meinung nach unhaltbaren Vorwürfe gegen Sarah Julia Kriesch und den seiner Meinung nach ungebührlichen Umgang des Boards mit ihrem neuen Mitglied.
Für ein erfolgreiches Misstrauensvotum müssen 20 Prozent der Opensuse-Mitglieder gegen das Board stimmen, um damit Neuwahlen auszulösen. Dies ist laut einem Blogbeitrag von Opensuses Ish Sookun mit 11,6 Prozent der Stimmen für eine vorgezogene Neuwahl des Boards nicht gelungen. Es soll nun eine Ad-hoc-Wahl geben, um den verbleibenden freien Sitz zu besetzen, schreibt Ish Sookun in seinem Blogbeitrag.



