Das freie Monitoringsystem OpenNMS kreiert mit Meridian eine spezielle Version, die Geld kosten soll.
Tarus Balug, der Maintainer des Projekts, begründet die Entscheidung für eine Bezahlversion damit, dass die
hinter dem Projekt stehende Firma OpenNMS Group Inc. mehr und mehr Schwierigkeiten habe, die Kosten mit Support wieder einzuspielen. Da man nicht mehr ausgeben wolle als man einnehme, beschränke das die Wachstumgsgeschwindigkeit der Firma und damit auch das Entwicklungstempo bei OpenNMS.
Je besser OpenNMS werde, desto stärker gingen die Supportfälle zurück und der Support spiele nur noch die Rolle einer Versicherung. So sei man auf den Gedanken gekommen, Erweiterungen, die im Rahmen von Beratungsprojekten entstanden sind, in einer eigenen Version zu bündeln, für die bezahlt werden muss. Das Modell habe man sich bei Red Hat abgeschaut. Die freie OpenNMS-Version Horizon bleibe für immer frei und kostenlos und spiele dieselbe Rolle wie Fedora bei Red Hat. In Horizon würden neue Features zuerst einfließen, hierauf konzentrierten sich die Entwicklungsbemühungen, hier würden auch kürzere Releasezyklen angestrebt. Meridian dagegen verfolgt eine konservativere Strategie, die sich an Kunden richtet, denen Zuverlässigkeit und Stabilität mehr wert ist als die allerneuesten Features. Man hoffe, die Einnahmen damit würden ein schnelleres Wachstum ermöglichen.


