OpenMosix-Projekt geht in Rente

Das OpenMosix-Projekt soll zum 1. März 2008 eingestellt werden. Das verkündete der Gründer und Leiter des Projekts, Moshe Bar, laut einem Posting im Projektforum bei Sourceforge.

Der Quellcode steht jedoch weiterhin ohne zeitliche Begrenzung zur Verfügung. Der Entwicklungsstand wird aber mit dem 1. März 2008 eingefroren. Die Projektwebsite wird ebenfalls zum 1. März 2008 abgeschaltet. Die Entwickler-Mailingliste des Projekts schließt schon zum 1. Dezember 2007.

Der im Forenbeitrag angeführte Grund: Inzwischen bieten Mehrkernprozessoren für einzelne Maschinen eine kostengünstige Alternative, die die Clusterbildung mehrerer Maschinen unnötig macht.

Die Kernel-Extension OpenMosix ermöglicht einen High-Performance-Cluster, bei dem sich die vernetzten Maschinen durch Kommunikation zwischen den Knoten die Arbeitslast in optimaler Leistungseffizienz aufteilen. Ein neuer Rechnerknoten kann im laufenden Betrieb hinzugefügt werden, er wird automatisch erkannt und in die Arbeitsteilung eingebunden.

Nach Angaben auf der Projektwebsite hat unter anderem diese Hotplug-Funktion die Verbreitung der Open-Source-Software begünstigt. OpenMosix rühmt sich außerdem, viel zur Theorie der Betriebssysteme im Bereich der verteilten gemeinsamen Speicher (distributed shared memory, DSM) beigetragen zu haben. Die Software sei in Lehre und Forschung dazu benutzt worden, den Linux-Kernel weiter zu entwickeln.

Der Quellcode basiert auf Mosix, einer Software gleicher Funktionalität, die 2001 proprietär wurde. 2002 startete Moshe Bar dann das Open-Source-Projekt, das seitdem unter der GPL steht, um das Cluster-Programm der Anwenderöffentlichkeit zu erhalten.

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