Openmoko entlässt restliche Entwickler

Mit einer Mail an die Openmoko-Announce- und Entwicklerliste hat Sean Moss-Pultz angekündigt, wie es mit dem Open-Source-Handy weitergehen soll .

Wie es sich für einen guten Geschäftsmann gehört, spart Moss-Pultz in seiner Mail nicht mit Lob an die Community. “Ich habe immer gesagt”, heißt es, “dass das Talent und die Kreativität derer, die außerhalb der Firma stehen, den Fähigkeiten der Firmenmitarbeiter überlegen sind.” Außerdem bestätigt er das Open-Source-Entwicklermodell: “Wir haben das Telefon mehr geöffnet als jedes andere Telefon in der Geschichte dieser Industrie. Jedes Mal, wenn wir die Offenheit der internen Kontrolle vorzogen, wurden wir dafür belohnt.”

Als Konsequenz daraus will Openmoko nun (endlich) die kompletten Spezifikationen der Freerunner-Hardware soweit möglich der Community übergeben. Auch die Website, das Wiki, Teile des Markenrechts an Openmoko und sämtliche noch bei der Openmoko Corporation verbliebenen Entwicklerbereiche sollen an die Community übergeben werden. Moss-Pultz’ Firma will sich nur noch als Sponsor beteiligen und inzwischen an einem neuen Gerät arbeiten, das nichts mehr mit Handys zu tun haben soll.

Auch wenn einige Community-Mitglieder bereits begonnen haben, auf Grund der erweiterten Spezifikationen ein neues, komplett auf freier Hardware beruhendes Telefon zu bauen und Openmoko die dafür nötigen Hardwarekomponenten bereitstellen will, bedeutet das Announcement von Sean Moss-Pultz wohl das langsame Aus für das Openmoko-Handy. Vom Freerunner A7 sind noch einige Geräte an Lager. Sie gehen zurzeit für rund 250 Euro über den Ladentisch. Der Thread auf der Mailingliste zeigt die Reaktionen der Community.

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