Das amerikanische Unternehmen Openlogic will mit einer groß angelegten Erhebung die Verbreitung von Open-Source-Software in Unternehmen erfassen und auswerten
Die erste Phase des “Open Source Census” startete in dieser Woche. Verteilt über die kommenden sechs Monate will OpenLogic die quantitative Verbreitung freier Software in Unternehmen eruieren. Der erste Schritt ist die Veröffentlichung der Software OSSDiscovery, die die Rechner in Unternehmen auf installierte Anwendungen untersuchen wird. Das Ergebnis überträgt das Analysetool kostenlos und anonym an die Datenbank des Open-Source-Census-Projekts. Daraufhin erhalten die beteiligten Unternehmen eine Aufstellung der eingesetzten Software im Vergleich zu ähnlichen Unternehmen. Daraus sollen IT-Abteilung und Firmenleitung Benchmarks ihres Open-Source-Einsatzes erstellen können und erkennen, an welchen Stellen sie von weiterer freien Software profitieren können. Der Start der Datenerfassung ist für das erste Quartal 2008 geplant.
Das Analysewerkzeug OSSDiscovery selbst steht unter der Affero General
Public License in Version 3. Es ist über CollabNet abrufbar. Die Initiatoren des Census rufen Entwickler auf, Erkennungsmodule für die Plug-In-Schnittstelle des Programms zu schreiben, um möglichst viele freie Anwendungen identifizieren zu können.
Am Ende der Erhebung sollen die erfassten Daten jedermann zur Verfügung stehen. Es sei geplant, eine Zusammenfassung und eine Rangliste der eingesetzten Software auf einer Webseite im Internet zu veröffentlichen. Noch nicht ganz klar ist, wie Openlogic die Anonymität der Teilnehmer der Umfrage wahren und gleichzeitig qualifizierte Vergleiche zwischen ähnlichen Unternehmen anstellen will.



