Openbravo POS 2.2: Update fürs Kassenterminal

Tisch vier will zahlen, bitte: Openbravo POS eignet sich unter anderem für Rechnungen im Restaurant.

Die neue Minor-Version der quelloffenen POS-Software (Point of Sale) für Touchscreens ermöglicht zum Beispiel länderspezifische Mehrwertsteuern und Rechnungsausdrucke für den Kunden statt einfacher Bons. Neue Debian- und Suse-Pakete gibt es auch.

Erweiterte Felder für Kundendaten sind an die Rechnungs-Funktion gekoppelt, sodass der Händler oder Gastwirt Rechnungen mit Adressdaten ausdrucken kann. Die Rechnung kann jetzt verschiedene Steuersätze ausweisen. Außerdem enthält POS 2.2 Voreinstellungen unter anderem für den deutschen Mehrwertsteuersatz. Openbravo hat damit die Besteuerungsfunktion der Software an sein ERP-System (Enterprise Ressource Planning) angepasst. Für das Look & Feel hat sich die spanische Firma Animationen auf der grafischen Oberfläche einfallen lassen. An Nützlichkeit soll das Kassier-Programm durch eine neue Verkaufsbericht-Funktion gewinnen, an Usability durch einzuklappende Menüs.

Tisch vier will zahlen, bitte: Openbravo POS eignet sich unter anderem für Rechnungen im Restaurant.

Tisch vier will zahlen, bitte: Openbravo POS eignet sich unter anderem für Rechnungen im Restaurant.

Die POS-Software von Openbravo baut auf der Open-Source-Software Librepos (ehemals Tina POS) auf. Ende Oktober 2007 stellte Openbravo den Gründer dieses POS-Projekts als Entwickler ein und übernahm seine Firma. Erklärtes Ziel der Übernahme war, die Ressourcenplanung im inneren Arbeitsbereich eines Unternehmens um ein Front-end im Verkaufsraum zu erweitern. Im Februar 2008 kam Openbravo POS 2.00 heraus, womit die Open-Source-Firma auf Einzelhändler und Gastwirte abzielt, die mit Touchscreens und Barcode-Scannern arbeiten.

Das GPL-lizenzierte POS 2.2 liegt in Form von Deb- und RPM-Paketen sowie als Zip-Dateien mit oder ohne Quellcode auf den Sourceforge-Seiten zum Download bereit (rund 15 MByte). Auf den Sourceforge-Seiten stellen die Spanier auch mehrere Screenshots zur Verfügung, allerdings nur von Version 2.1.

Openbravo gehört zu den Unternehmen, die die Open Source Business Foundation Anfang 2008 als europaweit zukunftsweisend ausgezeichnet hat (wir berichteten). Seit dem Jahr 2001 bewegt sich das Unternehmen mit seiner quelloffenen ERP-Suite auf dem Markt.

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