OpenAI hat einen Report unter dem Titel “The state of enterprise AI” veröffentlicht, der ein sehr optimistisches Bild der KI-Nutzung in Unternehmen entwirft.
Die Nutzung von KI in Unternehmen wachse global, in allen Industriezweigen und entfalte einen messbaren Einfluss auf die Produktivität, so schon im Vorwort von Ronnie Chatterji,
Chief Economist bei OpenAI. Das Papier bezieht sich dabei im Wesentlichen auf Nutzungsdaten der eigenen KI und auf eine eigene Umfrage unter 9000 Beschäftigten aus 100 Unternehmen.
Die Zunahme der Nutzung macht das Papier daran fest, dass OpenAI mehr als 7 Millionen Arbeitsplätze bediene, das seien 9-mal mehr als im Vorjahr. Stark angestiegen sei auch die Nutzung der API: Mehr als 9000 Organisationen hätten mehr als 10 Milliarden Token verbraucht und fast 200 hätten sogar die Grenze von einer Billion Token überschritten. Der durchschnittliche Verbrauch von Reasoning-Token sei im letzten Jahr auf das 320fache gestiegen. Das geht vor allem auf das Konto des Programmierassistenten Codex, der häufig für Aufgaben wie Kodierung, Refactoring, Testing und Debugging eingesetzt wird.
Dass sich der Nutzungsanstieg auch in messbaren Vorteilen widerspiegelt, sollen wohl vor allem die Umfrageergebnisse belegen. So hätten 75 Prozent der Befragten angegeben, sie würden täglich 40 bis 60 Minuten durch die KI-Nutzung einsparen. Bis zu 80 Minuten pro Werktag sollen es sogar bei Mitarbeitern aus den Bereichen Datenwissenschaft, Ingenieurwesen und Kommunikation sein. Ein Diagramm zeigt einen nahezu linearen Zusammenhang zwischen der gesparten Zeit und den eingesetzten Credits auf Basis der Umfrage.
Dabei fällt das Wachstum je nach Standort und Branche verschieden hoch aus. Bei den Branchen mit dem höchsten Wachstum führt die Technologiebranche, vor dem Gesundheitswesen und der Fertigung – am Ende rangiert das Bildungswesen. Im globalen Vergleich führen Australien (187 Prozent Wachstum), Brasilien (161 Prozent) und die Niederlande (153 Prozent) die Rangliste an. Der Mittelwert liegt bei 143 Prozent. Interessanterweise liegen die USA darunter (142 Prozent), gefolgt von Deutschland (138 Prozent).
Der Abstand der fortgeschrittensten Nutzer zum Mittelwert ist mit dem 17-fachen im Bereich Coding am größten, gefolgt von Schreiben und Kommunikation. Die kleinste Differenz ergibt sich im Bereich kreative Medien.
Die Studie beschließen eine Reihe von Success Storys ausgewählter Firmen, von denen die Jobvermittlung indeed die hierzulande wahrscheinlich bekannteste ist.




