OpenAI hat einen neuen KI-getützten Webbrowser namens Atlas in einer Live-Demo vorgestellt.
Der neue Browser soll sich einerseits vertraut anfühlen – er verfügt unter anderem wie ein normaler Browser über Tabs, Bookmarks, Autovervollständigung von Formularen und so weiter – kommt andererseits aber mit drei grundlegenden Neuerungen: einer allgegenwärtigen Chat-Funktion, einer Memory-Funktion, die den Browser stärker personalisieren soll, und einem Agenten, der im Auftrag des Nutzers Aufgaben erledigen kann.
In jeder Situation lässt sich eine Sidebar oder ein Eingabefeld an der Cursorposition öffnen, die zum Chat einladen und dabei die angezeigten Inhalte als Kontext einbeziehen. So lassen sich beispielsweise Zusammenfassungen von Webseiten anfordern oder E-Mails umformulieren, ohne dass der Inhalt per Cut & Paste hin und her kopiert werden müsste. Dabei kann sich der Nutzer auch auf kürzlich besuchte Seiten beziehen, an die sich Atlas erinnert.
Im Agent-Mode kann das Sprachmodell den eigenen Browser selbstständig benutzen (und dabei auch über die Credentials des Nutzers verfügen). Die Demo zeigte dabei ein Beispiel, wie der Agent aus einem Kochrezept die Zutaten extrahiert, die jeweilige Menge für eine bestimmte Personenzahl kalkuliert und die dann online bestellt. Der Nutzer kann auf Wunsch den Prozess verfolgen, wo nötig eingreifen und das Resultat vor Abschluss des Kaufs noch einmal kontrollieren. Um den Prozess abzusichern hat OpenAI einige Regeln eingeführt – so operiert der Agent beispielsweise immer nur innerhalb eines vorgegebenen Tabs und kann keinen fremden Code ausführen.
Der neue Browser ist ab sofort für alle User weltweit zunächst in der Version für MacOS verfügbar. In den Genuss des Agent-Mode kommen vorerst aber nur Plus- und Pro-Nutzer. Versionen für Windows und Mobilgeräte sollen bald folgen.





