OpenAI: Positionspapier zur Zukunft mit KI empfiehlt 32-Stunden-Woche

(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com

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OpenAI hat ein Papier veröffentlicht, dass sich als Grundlage für eine Diskussion darüber versteht, wie die Menschen ihre Zukunft gestalten wollen, wenn eine starke KI realisiert sein wird.

Der KI-Konzern nimmt an, dass das unmittelbar bevorsteht und ein herausragendes Versprechen sei. “So wie die Elektrizität die Haushalte verändert hat, der Verbrennungsmotor eine neue Mobilität schuf, die Massenproduktion die Preise essenzieller Güter senkte, so wird die künstliche Intelligenz zu wissenschaftlichen und medizinischen Durchbrüchen führen, die Produktivität signifikant erhöhen, wichtige Produkte weiter verbilligen, und neue Formen der Arbeit, der Kreativität und des Unternehmertums hervorbringen.”

OpenAI macht drei Ziele aus, die bei der Entwicklung einer Superintelligenz verfolgt werden sollten: Erstens den Wohlstand breit verteilen, jeder sollte davon profitieren. Zweitens die Risiken minimieren. Bedrohungen wie wirtschaftliche Verwerfungen, Missbrauch in Bereichen wie Cybersicherheit oder Biologie bis hin zum Verlust der Kontrolle über immer leistungsfähigere Systeme sollten effektiv gemildert oder ausgeschaltet werden. Drittens: Demokratisierung des Zugriffs auf KI. Eine Konzentration von Wohlstand und Kontrolle sollte vermieden werden und jedermann Zugang zu nützlichen, erschwinglichen und die Privatsphäre schützenden KI-Anwendungen haben.

Das Papier stellt fest, dass wir in eine neue Phase der wirtschaftliche und sozialen Organisation eintreten, die Arbeit, Wissen und Produktion fundamental verändern werde. Inkrementelle Schritte reichten nicht mehr. Die Marktkräfte und die Institutionen seien unzureichend dafür gerüstet, die Chancen und Risiken zu managen. Die Regierung solle ihre Werkzeuge für die Abstimmung öffentlicher und privater Maßnahmen nutzen: Forschungsförderung, Qualifizierung der Arbeitskräfte, Instrumente zur Marktgestaltung und gezielte Regulierung. Daneben sollten nicht staatliche Institutionen die Vereinnahmung durch Regulierungsbehörden und eine zentralisierte Kontrolle verhindern und stattdessen die Innovationsfreiheit bewahren, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Entstehung von Superintelligenz nicht von den mächtigsten Kräften der Gesellschaft dominiert wird.

Dafür macht OpenAI auch eine Reihe konkreterer Vorschläge, etwa eine Steuerreform, die das System der sozialen Sicherheit stabilisiert, die Förderung von KI-Startups, oder ein öffentlicher Wohlfahrtsfonds, der jedem Bürger – auch denen, die nicht an den Finanzmärkten investiert sind – eine Beteiligung am KI-getriebenen Wirtschaftswachstum ermöglicht. Auch eine 32-Stunden-Arbeitswoche bei vollem Lohnausgleich schlägt OpenAI vor. Weiter regt das Papier übertragbare Sozialleistungen an, die nicht an einen bestimmten Arbeitgeber gebunden sind.

OpenAI unternimmt auch erste praktische Schritte, unter anderem mit einem Förderprogramm, das Forschungsstipendien von bis zu 100 000 US-Dollar sowie API-Guthaben im Wert von einer Million US-Dollar auslobt, die Interessierte ab sofort beantragen können.

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1 Kommentar
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Mutant77
2 Monate her

Sozialleistungen sind in Deutschland nicht an einem Arbeitgeber gebunden.
Es ist ja Begrüßenswert wenn solche Vorschläge in den Raum geworfen werden. Die Realität ist aber eher das Gegenteil. Staatliche Kontrolle heißt vor allem Geheimdienstliche und militärische Kontrolle und für die produzierende Allgemeinheit wird sich nichts ändern, ausser das ihr Konsum mehr gesteuert wird.
Die Arbeitszeiten betreffen vor allem die schreibende und programmierende Zunft. Das in diesem akademischen Umfeld neue Versorgungsoptionen geschaffen werden ist klar. Man braucht sie um die Massen zu steuern.
Ansonsten wird natürlich gemacht was geht und wir werden bald die KI auf den Schlachtfeldern der Welt sehen.

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