Vor dem Hintergrund der Klage der Eltern eines suizidalen 16jährigen gegen OpenAI kündigt der KI-Konzern nun Schutzmaßnahmen für Minderjährige an.
In einem Blogbeitrag beschreibt Firmenchef Sam Altman, in welchem Dilemma er sein Unternehmen sieht: Zum einen wolle man die persönlichen Daten der Anwender schützen und – auch vor OpenAI-Mitarbeitern – geheimhalten und ihnen zugleich die größtmögliche Freiheit bei ihren Anfragen lassen. Zum anderen müsse man Minderjährige schützen. In dieser Lage räume man der Sicherheit von Teenagern eine höhere Priorität ein, als dem Schutz ihrer Privatsphäre und ihrer Freiheit.
In der Konsequenz bedeutet das, dass man ein System entwickeln werde, das versucht das Alter des Anwenders zu schätzen. Im Zweifelsfall soll er als Unter-18jähriger behandelt werden. In einigen Ländern kann zudem ein Altersnachweis mithilfe von Ausweisdokumenten nötig sein. ChatGPT soll dann mit Minderjährigen nicht Flirten, selbst wenn es darum gebeten wird, und es soll keine Gespräche über Selbstmord oder Selbstverletzung führen. “Und wenn ein Benutzer unter 18 Jahren Selbstmordgedanken hat, versuchen wir, die Eltern des Benutzers zu kontaktieren, und wenn dies nicht möglich ist, werden wir im Falle einer drohenden Gefahr die Behörden kontaktieren.”
Man sei sich bewusst, dass diese Maßnahmen kontrovers diskutiert würden und nicht jeder damit einverstanden sein wird, wie man diesen Konflikt löse. Es sei eine schwierige Entscheidungen, aber nach Gesprächen mit Experten halte man sie für die beste Lösung.





