Ab September 2026 müssen sich Entwickler bei Google registrieren, damit ihre Apps auf Android-Geräten installiert werden können. Die Community sieht darin eine Gefährdung für Open Source und wehrt sich mit einem offenen Brief.
Im August 2025 kündigte Google die Registrierungspflicht für Android-Entwickler an. Ab September 2026 müssen demnach alle Android-Apps von bestätigten Entwicklern registriert werden. Das beinhaltet eine Gebührenzahlung an Google, eine Identitätsprüfung durch Vorlage eines amtlichen Ausweises sowie ein Hochladen und die Angabe des privaten Sicherheitsschlüssels. Laut Google soll diese Maßnahme eine zusätzliche Sicherheitsebene darstellen und vor böswilligen Akteuren schützen. Die Open-Source-Community sieht das anders.
In einem offenen Brief rufen nun zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen, Nonprofits sowie Tech-Unternehmen Google dazu auf, die Registrierungspflicht zu widerrufen. Beteiligt sind unter anderem die Free Software Foundation, die Digital Rights Foundation, der App-Store F-Droid sowie der Browser Vivaldi. Das Verbündnis Keep Android Open sieht hinter Googles angeblicher Sicherheitsmaßnahme eine Bedrohung der Open-Source-Natur der Android-Entwicklung, eine finanzielle Schwelle für Entwickler und eine Gefährdung der Privatsphäre und Security. Besonders kritisch sieht das Kollektiv die Rolle des globalen Unternehmens Google als unumgängliche Autorität sowie den Monopolstatus, der den Wettbewerb gegenüber Google ausschließt. Statt der Registrierungspflicht fordert das Kollektiv Google dazu auf, zusammen mit der Open-Source-Community an transparenten Lösungen zu arbeiten, die Androids Offenheit sichern.
Neben dem Brief an Google stellt das Kollektiv auch einen Leitfaden für Nutzer und Entwickler bereit. Android-Entwickler werden hier dazu aufgefordert, die Identitätsprüfung und Einladungen zur Android Developer Console zu verweigern, und insbesondere sich nicht für das Early-Access-Programm anzumelden. Nutzer sollen den alternativen App-Store F-Droid installieren, Google direkt Feedback geben und nationale Regulierungsbehörden mit ihren Bedenken zu Googles Monopolstatus zu kontaktieren. Zusätzlich können sich Nutzer auf einer Change.org-Petition Gehör verschaffen.





Ich, als großer Verfechter von freier und vor allem openSource Software bin da ganz bei der Gemeinschaft. Sollte es soweit kommen das nur noch Software von registrierten Entwicklern & Firmen installiert werden können, dann bin ich mit meinen Geräten schnell weg von Android. Dabei habe ich den finanziellen Aspekt dabei noch gar nicht angesprochen. Bereits jetzt läuft eines meiner Smartphones mit grapheneOS und ich scheue mich auch nicht davor jegliches Android Gerät aus meinem Umfeld zu verbannen. Ich benutze GNU/Linux-Systeme seit 20 Jahren und das nicht um mir jetzt ein Monopol von Google andrehen zu lassen. Wenn Google den Nokia-Weg… Mehr »