Open Source Business Award 2008 gestartet

Der Linux Business Campus Nürnberg (LBCN) nimmt ab sofort Bewerbungen für den Open Source Business Award 2008 entgegen. Am Wettbewerb beteiligen können sich Unternehmen, Behörden oder Privatleute mit einem Geschäftsmodell auf Open-Source-Basis.

75 000 Euro Preisgeld winken demjenigen, der mit einem innovativen Open-Source-Geschäftskonzept eine Jury aus den Campus-Coaches des LBCN und Venture- Kapitalgebern überzeugt. Die Juroren bewerten die Vorschläge hinsichtlich Innovationsgrad, Kreativität in der Umsetzung, Funktionalität, Attraktivität des Marktes, Wettbewerbsvorteile, Qualität des Managements und des Businessplanes.

Neben dem Geldpreis wirbt das Nürnberge Gründerzentrum mit professioneller Hilfestellung durch seine Campus Coaches und der Chance, für die Geschäftsidee Risikokapitalgeber zu finden. Bis zum 30. November 2007 können Interessierte ihre Bewerbungen über die Homepage des LBCN einreichen, am 23. Januar 2008 sollen die Gewinner bekanntgegeben werden.

Das Unternehmerzentrum LBCN wurde im August 2006 mit dem Ziel gegründet, Open-Source-Unternehmen in die Suse-Stadt Nürnberg zu ziehen. Erfahrene Persönlichkeiten aus der Open-Source-Szene stellen sich als Coaches zur Verfügung, um Jungunternehmern mit Kontakten und Know-How einen guten Start zu verschaffen.

Eine der Führungsfiguren des LBCN ist der frühere Suse-Chef Richard Seibt. Seit Anfang Juni ist Seibt auch Aufsichtsratsvorsitzender bei dem Open-Source-Investor Max 21, der in diesem Jahr den Open Source Business Award unterstützt.

Gleichzeitig mit dem Startschuß für den Wettbewerb für Open-Source-Unternehmer gab das LBCN die Gewinner eines Programmierwettbewerbs bekannt. Gemeinsam mit der Freien Universität Berlin hatte das LBCN in einem wissenschaftlichen Vergleich die Entwicklungsplattformen Java, PHP und Perl bewertet. Als Sieger des Wettstreits mit dem Titel Plat_Forms gingen drei Unternehmen hervor: Abaxx Technology, Oxid Esales und Optaros/Etat de Geneve. Die Entwicklerteams mussten unter Aufsicht der Wissenschaftler jeweils die gleiche Webanwendung entwickeln.

Ein Ergebnis überraschte die Juroren: Das als unsicher berüchtigte PHP schnitt gut ab. Gewertet wurden die Programmiersprachen beispielsweise hinsichtlich Sicherheit, Programmgröße und realisiertem Funktionsumfang. In vielen Punkten schnitten die verschiedenen Plattformen gleichrangig ab, weil die Schwankungen zwischen den Teams der gleichen Plattform größer waren als die Unterschiede zwischen Teams verschiedener Plattformen. So kommen die Juroren zu einer Erkenntnis, die für Informatiker beruhigend sein dürfte: Wichtiger als die Technologie ist das Personal. Ausführliche Ergebnisse und Details sind auf der Projektseite Plat_Forms zu finden.

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