Open-Solaris-Live-CD 2008.11 mit Distro-Baukasten und Installer-Automatik

Mit der Open-Solaris Live-CD 2008.11 veröffentlicht das Projekt seine zweite stabile Release. Sie integriert Neuerungen aus Unterprojekten wie Installer und Paketmanagement.

Das CD-Image eignet sich sowohl für den Live-Betrieb als auch zur Installation auf x86-Rechnern. Zur finalen Version wurde übrigens der unveränderte Release Candidate 2.

Zu den neuen Features gehören der Distribution Constructor, der aus den Pakete eines Repository installierbare Images zusammenstellt, sowie ein Mechanismus zur automatischen Installation von Systemen per Netzwerk oder mit Installationsmedien. Ebenfalls neu ist Suspend und Resume sowie Powermanagement für die CPU.

Für Suns Dateisystem ZFS gibt es ein grafisches Gnome-Tool, das dem Anwender bei der Konfiguration der Snapshot-Funktionalität hilft. Vorhandene Snapshots lassen sich mit dem Dateimanager Nautilus durchblättern. Das Dateisystem steht wie viele Komponenten der Open-Solaris-Welt unter Suns hauseigener Open-Source-Lizenz CDDL. Einzelne Bestandteile der aktuellen Distributionen unterliegen einer Binär-Lizenz.

Daneben enthält Open Solaris 2008.11. weitere aktuelle freie Software wie beispielsweise den Gnome-Desktop 2.24, Open Office 3.0 und den Firefox-Browser in Version 3. Neu hinzugekommen in der aktuellen Release sind Klassiker wie Top, Sudo und Emacs. Zur Webentwicklung gibt es einen Stack mit der 64-Bit-Variante der MySQL-Datenbank, CherryPy und Ruby samt dem Diagnose-Werkzeug DTrace.

Daneben haben die Entwickler zahlreiche Bugs behoben, wie das Changelog belegt.

Die Open-Solaris-Live-CD steht zum Download per HTTP, FTP und Bittorrent bereit.

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