Open-Roberta-Projekt bringt Kinder und Roboter zusammen

Fraunhofer, Google und Lego wollen im Open-Roberta-Projekt Kindern den Umgang mit Robotern näher bringen und nebenbei zukünftige Mitarbeiter heranzüchten.

Mussten vergangene Generationen noch ihre Eltern um einen C64 anbetteln, werden Kinder heute mit Initiativen rund um IT-Projekte förmlich zugeschüttet. Das Open-Roberta-Projekt von Google, Fraunhofer und Lego macht da keine Ausnahme. Technisch ist das Projekt durchaus spannend: Über eine offene Cloud-Software können Kinder lernen, Mindstorm-Roboter zu programmieren.

Der Gedanke hinter dem Projekt ist allerdings weniger verspielt, denn die großen IT-Firmen suchen händeringend Nachwuchs. Das verstecken auch die Initiatoren des Open-Roberta-Projekts nicht: “Der Grundgedanke des Projekts: Der Nachwuchs von heute programmiert für den Nachwuchs von morgen. Denn laut Branchenverband BITKOM fehlen den deutschen Unternehmen pro Jahr 39.000 ausgebildete IT-Experten”, heißt es in einem zugehörigen Blogeintrag.

Google hat das Projekt mit einer Million Euro finanziert, Lego steuert nicht ganz uneigennützig seine Mindstorm-Roboter bei und das Bundesministerium für Bildung und Forschung übernimmt die Schirmherrschaft und freut sich, dass der Privatsektor den Job übernimmt und es selbst nicht für eine vernünftige Hardwareausstattung und Informatikausbildung in Schulen sorgen muss.

Dank des Cloud-Ansatzes können die Kinder auch außerhalb der Schule an den Roboterprojekten basteln. “Dies sei besonders für Schulen günstig, da es dort häufig an leistungsstarken Rechnern mangele”, wird Stefan Wrobel, der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS), zitiert.

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