OASIS, das Konsortium hinter dem quelloffenen Format Open Document Format, will mit Open Projects die Standardisierung und Adoption offener Formate fördern.
Angekündigt wurde das als Open Projects bezeichnete Programm bereits auf der diesjährigen Fosdem. Nun nimmt das Projekt laut einem Blogpost seine Arbeit auf. Unter dem Dach von Open Projects sollen sich Projekte, Standards, APIs, Code, Referenzimplementierungen rund um offene Dokumente und Datenstandards sammeln.
Ein Ziel ist unter anderem, dass Regierungen, öffentliche Verwaltungen und Unternehmen quelloffene Dokumentenformate stärker adoptieren. Neben der Document Foundation fördern auch Unternehmen wie Airbus, CIB, Microsoft, IBM, Red Hat, Siemens und SAP Open Projects. Das könnte damit so etwas wie die Linux Foundation für offene Dokumentenformate und -standards werden.
Weg zu ISO und Co.
Laut Gershon Janssen, dem Vorsitzenden des OASIS-Aufsichtsrats, soll Open Projects die Barrieren zwischen den verschiedenen Communities auflösen. Zugleich soll das Projekt die Open-Source-Projekte auf ihrem Weg dahin unterstützen, ISO-, IEC- oder ITU-Standards zu werden. Damit das gelingt, kümmert sich Open Projects zum Beispiel um finanzielle, rechtliche, technische und Marketingfragen.
Zu den ersten zwei Projekten unter Obhut von Open Projects gehören die Open Services for Lifecycle Collaboration (OSLC)und die Open Document Format Advocacy. Während sich die letzte für eine weltweite Adoption des Open Document Standards engagiert, hilft OSLC beim Entwickeln von REST APIs. Die sollen sich besser mit den Anforderungen der Industrie vertragen. Weitere Projekte, die sich zum Beispiel um Blockchains drehen, will Open Projects demnächst ankündigen.



