Open Daylight veröffentlicht erste Release

Open Daylight, ein Projekt der Linux Foundation, hat die erste Release seines freien Stacks für Software Defined Networking (SDN) mit dem Codenamen Hydrogen veröffentlicht.

Das tat das vor zehn Monaten gegründete Projekt zeitgleich mit dem Open Daylight Summit, der derzeit im kalifornischen Santa Clara stattfindet.

Die Software umfasst einen in Java umgesetzten SDN-Controller sowie zahlreiche weitere Komponenten, etwa eine eine Bibliothek für das Protokoll Open Flow und eine OpenvSwitch-Datenbank. Neben einer Basis-Ausgabe gibt es darauf aufbauend eine Virtualization Edition mit einem Affinity-Metadaten-Service, Open Dove und DDoS-Schutz sowie eine Service Provider Edition mit BGP-LS-Unterstützung, LISP Flow Mapping und SNMP-Support. Die Software steht im Quelltext, als RPM-Paket, Docker-Container sowie als vorinstallierte VM auf Ubuntu- und Fedora-Basis zum Download bereit. Alle Komponenten stehen unter Open-Source-Lizenzen.

Die zentrale Rolle des Open-Source-Modells betonten auch die Keynote-Sprecher auf dem Open Daylight Summit. Erik Ekudden vom Projektmitglied Ericsson beispielsweise sagte, sein Unternehmen “glaube an Offenheit”. Kein einzelner Hersteller sei groß genug, um sich dem komplexen Thema Network Function Virtualization (NFV) und SDN alleine zu stellen. Der Mobilfunk-Spezialist möchte Open Daylight für seine Zwecke zur Carrier-Grade-Reife bringen. IBM, ebenfalls Mitglied und Platin-Sponsor, hat bereits ein Produkt auf Open-Daylight-Basis im Angebot. IBM SDN VE (for Virtual Environments) soll dem Anwender SDN mit mehr Komfort bieten. Das Produkt ist derzeit allerdings noch nicht auf dem Stand der Upstream-Release Hydrogen.

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