Der Marktanteil von Nvidia in China ist infolge der US-Exportbeschränkungen seit Oktober 2022 von ehemals 95 auf null Prozent gesunken.
Von den Exportbeschränkungen sind die leistungsstarken Modelle Nvidia A100, H100 und H200 betroffen, die für das Training und den Betrieb aktueller LLMs benötigt werden. Zwar wäre es möglich, eine spezielle, leistungsgeminderte Version des H20-Chips zu exportieren, aber das unterbindet die chinesische Cybersicherheits-Behörde wegen Sicherheitsbedenken.
Stattdessen investiert China massiv in die Entwicklung eigener Beschleuniger-Chips und hat bereits seinen Ascend 910B-Chip vorgestellt, der ein direkter Konkurrent zu NVIDIAs H100 ist. Bis 2030 will die chinesische Regierung bis zu 143 Milliarden Dollar in die heimische Halbleiterindustrie stecken.
Dazu kommen erhebliche Investitionen von Firmen wie Alibaba, Tencent, ByteDance oder Baidu. Sind diese Anstrengungen mittelfristig von Erfolg gekrönt, könnte das das Marktgleichgewicht verschieben.
Auf der anderen Seite belastet der Wegfall des chinesischen Marktes Nvidias Bilanzen erheblich. Man schätzt einen Umsatzausfall von acht bis zehn Milliarden Dollar jährlich, weil der Anteil des China-Geschäfts am Datacenter-Umsatz von Nvidia zuvor zwischen 20 und 25 Prozent betrug.





