Canonical lehnt einen Kill-Switch für KI-Funktionen in Ubuntu ab, will Nutzern aber andere Möglichkeiten zur Kontrolle geben.
Die Firma Canonical plant, das Betriebssystem Ubuntu innerhalb des Jahres 2026 mit verschiedenen KI-Funktionen auszustatten. Laut der Ankündigung des technischen Leiters Jon Seager sollen die KI-Funktionen unter anderem die Barrierefreiheit und die Benutzerfreundlichkeit verbessern.
Weiter heißt es, dass die KI-Implementierungen auf zwei Arten ausgeführt werden sollen. Zum einen sollen sie als Verbesserungen im Hintergrund in bestehende Systemfunktionen integriert und zum anderen als KI-native Abläufe für Aufgaben wie die Fehlerbehebung, persönliche Automatisierungen und die Barrierefreiheit zur Verfügung stehen.
Zentrales Ziel sei es, die laut Seager oft als komplex wahrgenommene Linux-Umgebung für eine breitere Nutzerschaft zugänglich zu machen. Man wolle dabei transparent mit den verfügbaren KI-Modellen vorgehen und auf eine lokale Ausführung setzen, heißt es weiter.
KI-Funktionen werden als Snaps bereitgestellt
Unter den Nutzern wurde diese Ankündigung mit großer Skepsis aufgenommen. Einige forderten eine KI-freie Version von Ubuntu oder einen Kill-Switch, mit dem sich alle KI-Funktionen abschalten lassen. Daraufhin stellte Seagar klar, dass es keinen solchen Kill-Switch geben werde, man dem Nutzer aber durch verschiedene Maßnahmen die volle Kontrolle geben wolle.
So sollen alle KI-Funktionen als Pakete (Snaps) bereitgestellt werden und somit jederzeit einzeln entfernt werden können. Zudem sollen die KI-Funktionen zunächst als Vorschau-Version in Ubuntu 26.10 eingeführt werden und Nutzer zukünftig direkt bei der Erstinstallation von Ubunutu entscheiden können, ob sie KI-native Features aktivieren möchten.
Ubuntu wurde Anfang April 2026 in der Version 26.04 LTS veröffentlicht, wobei Canonical einen um 50 Prozent höheren Mindestbedarf an Arbeitsspeicher angegeben hat.
Dieser Beitrag ist zuerst auf Golem.de erschienen.





Ich habe es total geahnt, dass der Aprilscherz von einem anderen Linux News Portal kein wirklicher Aprilscherz sein wird. Canonical zerstört sowieso aus meiner Sicht Ubuntu immer mehr. Ich bin von Ubuntu zu CachyOS gewechselt, weil es ihnen egal war, dass bei meinem Setup und Ubuntu 24.04.4 mein System beim Runterfahren in einen Kernel Panic endet, weil sie irgend ein Paket verkackt haben. Und deren Launchpad ist voll mit ungelösten Bug Reports! Dass nun die 26.04 LTS mehr als Windoof 11 braucht und sie nun doch KI ins System integrieren wollen, ist einfach nur ein Indiz für systematische Sabotage. Ubuntu… Mehr »