
Von Icecore Team gibt eine Online-Demo, die das Look&Feel vermittelt. Sie ist allerdings recht langsam.
Novell meldet zwei Neuigkeiten von der quelloffenen Teamwork-Suite Icecore Team: Die Entwickler-Version enthalte den Workflow-Editor aus Novells kommerzieller Team-Software, und ein neues Software-Development-Kit sei geschnürt. Außerdem heißt Icecore jetzt Kablink.
Mit dem Editor könne der Anwender eigene Workflows zusammenstellen, sagte Novells Technology Sales Specialist Kai Reichert zu Linux-Magazin Online. So kann ein Teamleiter zum Beispiel automatisieren, welche Aktionen er bei Ankunft eines neuen Mitarbeiters auslösen will, etwa Willkommensmail, Teambeitritte oder die Zusendung von Accountinformationen. Das Feature dieser automatischen Aktionen ist der Enterprise-Version von Icecore Team entnommen, dem Teaming-and-Conference-Bundle von Novell.

Von Icecore Team gibt eine Online-Demo, die das Look&Feel vermittelt. Sie ist allerdings recht langsam.
Das verbesserte Entwicklerkit beschreibt ein Blog-Eintrag des Communityportals. Für das Kit sei unter anderem die API-Dokumentation erweitert worden. Welche Entwicklerversion mit dem Workflow-Tool genau gemeint ist und wo das SDK herunterzuladen sind, konnte Novell nicht beantworten. Auf der Sourceforge-Downloadseite von Icecore Team ist bislang die jüngste stabile Version 1.0.3 von Icecore Team verlinkt und als jüngste Entwicklerversion gibt es die Alpha 2 von Version 1.1. Auch die Projektseite lässt die Bezugsquellen offen. Eine Sprecherin von Novell versprach, dass die genauen Links bis Ende der Woche bekannt und auf der Sourceforge-Seite zu finden sein sollen.
Das Communityportal erinnert selbst an die Icecore-Oberfläche. Es gibt aber auch eine Online-Demo der Icecore-Teamarbeitsanwendung. Die Seiten brauchten allerdings bei unserem Besuch reichlich lange zum Laden. Auch bekommt der Besucher dort eher einen Eindruck der gestalterischen Seite der Anwendung. Interessante Schnittstellen wie etwa zu Alfresco bleiben inaktiv. Der Workflow-Editor scheint bereits implementiert zu sein, allerdings nicht im vollen Funktionsumfang.

Das Workflow-Tool scheint in der Online-Demo zwar vorhanden, aber nicht zum Erstellen von Workflows geeignet zu sein.
Das erst von Sitescape, jetzt von Novell geförderte Icecore-Projekt, das neben Icecore Team auch die Konferenz-Software Icecore Conference entwickelt, hat zeitgleich mit den Novell-Gaben einen neuen Namen bekommen: Icecore heißt jetzt Kablink. Die URL Icecore.org ist noch gültig, Inhalt und Design der Seite sind aber identisch mit Kablink.org. Das hier verlinkte Communityportal ist im Design der Icecore-Anwendung gehalten. Die Lizenz der Kablink-Software ist die Common Public Attribution License (CPAL), die zur Mozilla Public License (MPL) zwei Absätze hinzufügt. Der eine handelt vom Gebrauch der Software in Netzwerken, der andere erlaubt die Forderung, dass der ursprüngliche Entwickler der Software bei jedem Programmaufruf zu nennen ist.
Im vergangenen September kündigte Novell erstmals die Gruppenarbeits-Zwillinge Teaming and Conferencing an, die auf der Icecore-Software aufbauen. Dafür hatte Novell bereits mit der Firma Sitescape zusammengearbeitet, deren Produkt Icecore war und die es als Open-Source-Version anbot. Einige Monate später im Februar 2008 kaufte Novell Sitescape, um das eigene Gruppen- und Zusammenarbeitsportfolio unter dem Markennamen Open Collaboration zu erweitern (Linux-Magazin Online berichtete).



