Nim 1.2 führt Move-Semantik und neue Macros ein

Die Programmiersprache Nim ist in Version 1.2 erschienen. Die bringt verschiedene neue Sugar-Macros mit und führt mit eine effiziente Move-Semantik ein.

Nim ist eine noch recht junge Programmiersprache, die Konzepte von Python, Ada und Modula miteinander kombinieren will. Zu den Hauptfeatures der nun veröffentlichten Version 1.2 zählen ein paar neue Macros und eine performante Move-Semantik über “–gc:arc”, die zu deutlichen Performance-Verbesserungen führen soll.

Die Move-Semantik optimiert den Umgang mit Variablen im Speicher, steigert unter anderem den Datendurchsatz, senkt Latenzen und Speicherbedarf und vereinfacht generell das Programmieren mit der Sprache. Zugleich erlaubt sie eine deterministische Speicherverwaltung. Um die Kosten eines Programms zu berechnen, können Entwickler Reference Counter ergänzen. Damit lässt sich Nim auch für Systeme einsetzen, die harte Echtzeit benötigen. Eine detaillierte Beschreibung der Move-Semantik liefert ein Video von der Fosdem.

Neue Macros

Daneben bringt Nim neue (Sugar)-Macros mit, die sich nach einem “import sugar” verwenden lassen. Das Macro “collect” hilft etwa beim Schreiben von Abstraktionen für Sammlungen von Sequenzen, Sets und Tabellen. Es ersetzt und verbessert die Listen-Abstraktionen. Das Makro “dup” transformiert hingegen In-Place-Funktionen zu solchen, die ein Ergebnis zurückgeben, ohne dabei aber die Eingabewerte zu verändern. Das “Capture”-Macro hilft, die Iterationswerte von Variablen in lokalen Schleifen auszulesen.

Neben diesen wesentlichen gibt es noch zahlreiche kleinere Änderungen, die der Blogpost zur neuen Version 1.2 auflistet. Er gibt auch Tipps für Nutzer, die bereits Nim 1.0 einsetzen. Nim steht unter der MIT-Lizenz und lässt sich unter anderem über Github herunterladen.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben