Mozilla will vorerst keine Werbung mehr auf Facebook schalten. Als Grund werden die aktuellen Datenschutzeinstellung der Social-Media-Plattform genannt.
Die Hersteller des freien Browsers Firefox reagieren damit nach eigenen Angaben auf die Berichte über die massiven Datenschutzlücken auf der Plattform, die dazu geführt hatten, dass Camebridge Analytica die Profile von bis zu 50 Millionen Nutzern abgreifen und für Wahlkampfzwecke verwenden konnte.
Offenbar wartet Mozilla nun darauf, bis Facebook seine Privatsphäreneinstellungen vor allem für Drittanbieter von Facebook-Anwendungen verbessert. Das ist aufgrund des öffentlichen Drucks nicht unwahrscheinlich, ändert aber nichts am Grundproblem: Facebook verdient sein Geld damit, die Daten seiner Nutzer zu vermarkten.
Dabei stehen mittlerweile bereits eine Reihe von freien Alternativen zu Facebook bereit, die diese Daten dezentralisieren. Dazu zählen etwa GNU Social, Diaspora, Friendica, Mastodon oder Movim. Hier landen die Daten meist bei den Betreibern so genannter Pods, wobei es technisch versierten Nutzern frei steht, einen eigenen Pod aufzusetzen, um die Hoheit über die eigenen Daten zu behalten. Die Linux-Magazin-Ausgabe 05/18, die Anfang April erscheint, gibt einen Überblick.





