Mozilla hat sich in den USA mit der ungefragten Installation der Erweiterung Looking Glass in Firefox unbeliebt gemacht. Das Add-On bewirbt die Serie Mr. Robot mittels eines so genannten Alternate Reality Game (ARG).
Dass Firefox-Nutzer sich in den USA unvermittelt mit der Botschaft MY REALITY IS JUST DIFFERENT THAN YOURS konfrontiert sahen, sorgte in den vergangenen Tagen für Ärger. In Kommentaren auf Reddit fürchteten die Anwender, dass der Browser mit Malware kompromittiert worden sei.
Mozilla rechtfertigte sich anfangs damit, dass die Serie Mr. Robot die hauseigenen Themen Sicherheit und Datenschutz thematisiere. Dass selbst Mozilla-Entwickler dieser Intention nicht recht folgen konnten, dürfte auch dazu beigetragen haben, dass Mozilla inzwischen zurückgerudert ist und die Erweiterung in den herkömmlichen Add-On-Installationsprozess aufgenommen hat, der auch eine simple Deinstallation ermöglicht. Mozilla-Entwickler Steve Klabnik hatte zuvor seine Unzufriedenheit in einen Tweet verpackt. Man könne nicht für den Datenschutz eintreten und gleichzeitig Software bei den Nutzern installieren, ärgert sich Klabnik auf Twitter. Er verlinkt auch ein Ticket im Mozilla-Support-Bereich, das ein Nutzer eröffnet hat, der sich durch die Erweiterung mit Malware konfrontiert sah. Mozilla antwortete darauf mit einer Anleitung, wie sich Looking Glass deinstallieren lässt. Zudem verwies der Hersteller auf die Firefox Shield Studies, mit denen neue Funktionen getestet werden. Looking Glass sei Teil dieser Feldversuche, teilte Mozilla mit.

Looking Glass taucht unvermittel in den Erweiterungen des Firefox auf. Das Add-on lässt sich deaktivieren.
Inzwischen hat Mozilla reagiert und Looking Glass in den Add-On-Prozess aufgenommen, in einer Mitteilung dazu ist auch der Deinstallationsprozess von Looking Glass beschrieben.




