Montavista, amerikanischer Anbieter von Embedded Linux, hat alle Anteile seines koreanischen Tochterunternehmens übernommen.
Als Grund für die Investition nennt Montavistas Präsident und CEO Tom Kelly das schnelle Wachstum des hauseigenen Linux-Systems im koreanischen Markt: “Wir rechnen mit mehr als 50 Vertragsabschlüssen mit 30 verschiedenen koreanischen Unternehmen allein in diesem Jahr.” Er erhofft sich von der Investition eine stärkere Kundenbindung und noch bessere Positionierung in der Region. Derzeit liefern die koreanischen Montavista-Mitarbeiter unter anderem Dienstleistungen und Support für die Unternehmen Samsung und LG Electronics.
Gegründet wurde die Tochter Montavista Software Korea vor vier Jahren als Joint Venture in Seoul. Mit der vollständigen Anteilsübernahme durch das Mutterunternehmen wurden alle Mitarbeiter direkt auf die Gehaltsliste von Montavista Software übernommen; ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Mit der Übernahme setzt das Unternehmen den hausinternen Expansionskurs fort. Ende April übernahm der Embedded-Spezialist alle Anteile an seiner britischen Tochter und holte gleichzeitig den französischen Anbieter Liberte in den Konzern. (Linux-Magazin Online berichtete).
Gleichzeitig meldet Montavista, dass Dan Cauchy, Marketingleiter für Carrier- und Mobil-Produkte, zum neuen Vorsitzenden der Arbeitsgruppe für Carrier Grade Linux bei der Linux Foundation ernannt wurde. Diese Abteilung der Non-Profit-Organisation hat zur Aufgabe, Linux für die Zusammenarbeit mit Anbietern von Netzwerktechnik und Telekommunikationsunternehmen zu verbessern. Das Embedded-Linux-System von Montavista wird beispielsweise von Unternehmen wie NEC, Motorola, Ericsson und Alcatel-Lucent eingesetzt. Derzeit erfreut sich Linux in verschiedenen Varianten im Markt für Embedded-Systeme großer Beliebtheit, und dieser Trend soll sich Marktforschern zufolge fortsetzen.




