Mobilinux 5.0 mit Powermanagement und SELinux

Die Firma Montavista hat eine neue Version ihrer Linux-Distribution für mobile Geräte herausgebracht.

Der Aufsatz auf den Linux-Kern kommt laut Hersteller bereits bei mehreren Handy-Firmen zum Einsatz, darunter NEC und Motorola. Montavista wirbt mit verbessertem Power-Management und SELinux für das Produkt.

Mobilinux ist ein Software-Stack, der zusätzliche Funktionalität für Mobiltelefone, GPS-Empfänger oder medizinische Geräte auf Basis des Linux-Kernels anbietet. Einige Komponenten sind dabei proprietär und nicht als Quelltext verfügbar, was laut Hersteller zur Qualität der Plattform beitrage und sie gegenüber freien Projekten wie OpenMoko positioniert.

Das Powermanagement wurde in der aktuellen Ausgabe überarbeitet und erlaubt in einigen Konfigurationen ein fünfmal längeres Abspielen von MP3-Musik. Allerdings waren die entsprechenden Patches des Herstellers nicht in den Mainline-Kernel aufgenommen worden, da sie sehr spezifische Eigenschaften einzelner Prozessoren wie Texas Instruments OMAP 2430 ausnutzen. Die Kernel-Entwickler hatten gefordert, die Änderungen in ein generisches Framework zum Stromsparen einzupassen.

Punkten möchte Montavista auch mit MicroSELinux, einer für Embedded Devices angepassten Version des von der NSA entwickelten Sicherheitssystems. Angaben über die mitgelieferte Policy machte der Hersteller allerdings zunächst nicht.

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