Wer sich beeilt, könnte noch einen Platz bekommen in der Abschiedsvorlesung eines prominenten Mitstreiters von Linus Torvalds aus den frühen Neunzigern. Der niederländische Professor Andrew Tanenbaum, veritabler Streiter mit und gegen Linus Torvalds, geht in den Ruhestand.
Andrew Tanenbaum zieht den Schlussstrich unter seine lange Karriere. Nach 43 Jahren an der freien Universität zieht sich der Minix-Professor zurück und geht Ende des Jahres 2014 in den Ruhestand. Vorher jedoch wird er noch eine Abschiedsvorlesung halten, natürlich an “seiner” Vrije Universiteit Amsterdam. Und ebenso selbstverständlich ist, dass auch das Minix-Projekt weitergehe, schreibt er auf seiner Webseite am Lehrstuhl für Informatik.
Tanenbaum und Torvalds hatten sich 1992 eine erbitterte, teils sehr emotionale Debatte in der Newsgroup comp.os.minix geliefert, wobei im Fokus des Streits stets die Frage stand, ob Microkernel, monolithische oder modulare Kernelarchitekturen besser seien. Der Erfolg von Linux gab, so scheint es 22 Jahre später, Torvalds Recht.
Kaffee, Vortrag, Empfang
Tanenbaums Abschiedsvorlesung findet am 23. Oktober 2014 in der Aula der Vrije Universiteit Amsterdam statt, in deren Hauptgebäude. Dennoch wird der Vortrag wohl von Informatik geprägt sein, denn: “Ab 11:45 Uhr geht es los, Kaffee wird ab 11 Uhr serviert.”. Anschließend gebe es einen Empfang, eine Registrierung ist notwendig, schreibt Tanenbaum auf der Webseite der Anmeldung.






“Der Erfolg von Linux gab, so scheint es 22 Jahre später, Torvalds Recht.” Wenn Erfolg Recht geben würde, wäre ja DOS oder Windows 3.11 eine Sternstunde der Informatik gewesen.
Soweit ich weiss, hat Linux Tovalds nur deshalb einen Monolith gebaut, weil der Ringwechsel bei einem 386er sehr teuer war und er versuchte damit, die Anzahl der Wechsel zu minimieren…