Microsofts Sicherheitsfuntion Network Access Protection Plattform (NAP) soll über Drittprodukte künftig auch für Linux und Mac-Betriebssysteme zugänglich werden.
Der Softwarekonzern stellte auf seiner derzeit stattfindenden Hausmesse TechEd in Barcelona Technologien von drei Partnerunternehmen vor, die den Zugriff auf die NAP-Sicherheitsabfragen im heterogenen Netz ermöglichen. Mittels NAP werden in Microsoft-Netzen Sicherheitsregelungen und Identitäten einzelner Clients abgefragt und mit den Server-Richtlinien abgestimmt. NAP kommt aktuell in Microsoft Vista zum Einsatz, und ist in der kommenden Serverplattform Windows Server 2008 enthalten. Drei Softwarepakete sollen die NAP-Technologie mit den Netzwerk-Endpunkten verknüpfen, die unter Linux laufen.
Eine Lösung für heterogene Netzwerke soll von dem koreanischen Sicherheitsanbieter UNET System kommen, der sein Plugin Anyclick für NAP auch für Linux- und Mac-Plattformen veröffentlichen will. Das amerikanische Unternehmen Avenda Systems will ein Authentifizierungspaket namens Avenda Linux Network Access Protection Agent fertig stellen, das die Daten mit Microsofts NAP oder dem unternehmenseigenen System eTIPS abgleichen soll. Beide Produkte sollen kurz nach dem Verkaufsstart von Windows Server 2008 auf den Markt kommen, also voraussichtlich ab Februar 2008. Laut aktuellen Zahlen aus Redmond ist NAP aktuell auf 150.000 Desktops im Einsatz, darunter stehen aber rund 70.000 bei Microsoft selbst.




