Marktforscher finden globale Trends bei KI-Nutzung

(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com

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Das börsennotierten Marktforschungszunternehmen SimilarWeb hat die globalen Web-Traffic-Muster für KI-bezogene Plattformen für 12 Wochen bis zum 9. Mai 2025 ausgewertet und ist auf interessante Trends der Nutzung generativer KI im Internet gestoßen.

Die Analyse beruht auf der Anzahl Seitenbesuche für Allzweck-KI-Tools, Coding Assistants, Inhaltsgeneratoren und andere Tools. Darüber hinaus werden auch die Auswirkungen auf nachgelagerte Bereiche wie Websuche, Bildung oder freiberufliche Arbeit im Digitalsektor erfasst. Dabei kristallisierten sich die folgenden fünf Trends heraus:

1. Die Nutzung von Hilfen zur Softwareentwicklung steigt stark. Auf Entwickler ausgerichtete KI-Tools werden immer häufiger eingesetzt. In den letzten 12 Wochen stieg der Traffic in dieser Kategorie um 75 Prozent. Dieses Wachstum umfasst Lovable, das mit einem atemberaubenden Anstieg von 17 600 Prozent explodierte, und Cursor, das von Monat zu Monat stetig wuchs. In dem Maß, in dem KI immer stärker in IDEs und Entwicklungsworkflows eingebettet wird, werden diese Tools nicht mehr nur experimentell, sondern als unverzichtbare Infrastruktur genutzt.

2. Nach der Explosion der Nutzerzahlen zuerst bei DeepSeek und später bei Grok, sind beide wieder auf ein niedriges Plateau zurückgefallen. Das Fazit: Viralität kann die Kundenbindung nicht ersetzen, insbesondere nicht im Vergleich zu OpenAI, dem führenden Anbieter von KI, und auch zu Google, der eingeführten Tech-Marke.

3. KI-Schreib-Tools verlieren stetig Benutzer. Schreib- und Content-Tools gehörten einst zu den am leichtesten zugänglichen Anwendungsfällen für generative KI und erleben nun eine zunehmende Nutzerermüdung. Der Traffic in dieser Kategorie ging insgesamt um 11 Prozent zurück, wobei Plattformen wie Wordtune (-35 Prozent), Jasper (-19 Prozent) und Rytr (-23 Prozent) alle einen Abwärtstrend verzeichneten. Einzig Originality.ai widersetzte sich dem Trend mit stetigen Traffic-Zuwächsen, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass sich das Unternehmen auf die Erkennung KI-generierte Inhalte und nicht auf die Generierung selbst konzentriert. Dieses Plateau deutet auf eine Sättigung und möglicherweise auf eine wachsende Skepsis in Bezug auf Qualität oder Nützlichkeit hin.

4. Bildgeneratoren zeigen eine extreme Anfälligkeit für Schwankungen. Design-orientierte KI vermittelt ein gemischtes Bild. Während die Nutzung der Kategorie insgesamt leicht zurückging (-6 Prozent über das 12-Wochen-Fenster), verzeichneten einige Plattformen überdurchschnittliche Zuwächse. Getimg verzeichnete einen massiven Anstieg von 1 532 Prozent, während Artbreeder um 100 Prozent zulegte. Andere, wie Stable Diffusion und Looka, verzeichneten zweistellige Rückgänge. Dieses uneinheitliche Muster könnte auf eine Vielzahl von Tools zurückzuführen sein, die zwar ähnliche Funktionen bieten, aber in puncto Neuheit oder Ästhetik konkurrieren.

5. KI verdrängt alte Technologien wie Crowdsourcing und Suche. Bei den traditionellen digitalen Dienstleistungen ist ein langsamer, aber stetiger Rückgang zu verzeichnen, der wahrscheinlich auf die Substitution durch KI zurückzuführen ist. Freiberufler-Plattformen wie Fiverr (-17 Prozent) und Upwork (-19 Prozent) verlieren an Traffic, möglicherweise weil sich Nutzer für Aufgaben wie Design, Schreiben und Code direkt an eigene KI-Tools wenden. Suchmaschinen wie Yahoo (-12 Prozent) und Bing (-14 Prozent) verzeichnen seit mehreren Quartalen einen Rückgang der Besucherzahlen, während sich Lern- und Bildungsanwendungen (EdTech, Educational Technology) wie Chegg (-62 Prozent) und CourseHero (-68 Prozent) im freien Fall befinden. Die Anzeichen deuten darauf hin, dass die KI-Disruption im Frühstadium beginnt, den Nutzen einiger alter Plattformen zu untergraben.

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