Groupon hat bestätigt, alle 28 anhängigen Markenzeichen aufzugeben und ihr Produkt “Gnome” umzubenennen. Auf einen Markenstreit und den damit verbundenen Imageverlust wollte man es wohl doch nicht ankommen lassen.
Für sein Betriebssystem für Tablets, die als Point-of-Sale-Geräte eingesetzt werden, hatte der Betreiber der Rabatt-Webseite Groupon bisher den gleichen Namen gewählt wie ihn auch der Standarddesktop vieler Linux-Distributionen trägt. Zunächst hatte sich die Gnome-Community schockiert gezeigt, dass eine Firma wie Groupon den wohl bekanntesten und verbreitetsten Linux-Desktop nicht kannte und danach trachtete, ein Produkt zu etablieren, das in Namen und Anwendung dem nach KDE zweitältesten der großen Linux-Desktops so nahe stehe, schreiben die Gnome-Entwickler auf Ihrer Webseite. Doch der Aufschrei in der OSS-Community blieb dann wohl auch Groupon nicht verborgen.

“Gnoome” – so wollte Groupon sein POS-Tablet-OS nennen. Doch kurz vor einem Rechtsstreit lenkte der Konzern ein.
Seit 17 Jahren gebe es das Gnome-Projekt, seit 2006 auch als eingetragenes Markenzeichen. In einer Aktion auf der Webseite der Foundation hatte man in den letzten Tagen um Spenden geworben, um einem potenziellen Rechtsstreit mit Groupon finanzieren zu können, und recht schnell knapp 90 000 Dollar eingesammelt. Die sind nun wohl nicht mehr nötig, denn vor wenigen Stunden gab die Gnome Foundation bekannt, dass Groupon eingelenkt habe und sein Produkt umbenennen werde.




