Mark Shuttleworth, Gründer und Sponsor von Ubuntu, entschuldigt sich in seinem Blog für einen Fehler in der Trademark Policy und seine Tea-Party-Sprüche.
Canonical hatte Ende der letzten Woche für negative Schlagzeilen gesorgt, indem sie dem Macher von Fix Ubuntu eine Aufforderung zur Abschaltung seiner Webseite schickte. Der Vorwurf: Micah Lee verletze das Markenrecht, indem er den Namen Ubuntu in seiner URL verwende. Der mit der Electronic Frontier Foundation verbundene Autor entfernte daraufhin das Logo und platzierte einen Disclaimer auf seiner Webseite, in dem er sich von Canonical distanzierte.
Zugleich schickte sein Anwalt Daniel K. Nazer, der für die Electronic Frontier Foundation (EFF) arbeitet, einen Brief an Canonical. In diesem weist er auf die Maßnahmen von Lee hin und erklärt, dass die Änderungen eigentlich nicht notwendig gewesen wären und Lee die Webseite vom Netz nehmen würde, sobald Ubuntu aufhört, die Privatsphäre seiner Nutzer zu verletzen. Denn Lee hat sein Blog gestartet, um auf die Verletzung der Privatsphäre durch Ubuntu hinzuweisen und zu zeigen, wie sich die entsprechenden Scopes und Linsen abschalten lassen. Die Vorwurf an Canonical lautete daher, das Unternehmen wolle seine Kritiker mundtot machen.
Nun räumt Mark Shuttleworth in seinem Blog Fehler ein und verglich diesen mit einem ernsthaften Bug. Man müsse von Gesetzes wegen auf die Marke Ubuntu achten, andernfalls bestehe die Gefahr, die Rechte daran zu verlieren. Intern gebe es eine Policy, auf Trademark-Verletzungen unterschiedliche Antworten zu geben. Ein neuer Mitarbeiter habe sich allerdings unpassenderweise für die härteste Gangart entschieden, was zu dem öffentlichen Aufschrei geführt habe. In Zukunft wolle man besser darauf achten, dass solche Sachen nicht passieren.
Zugleich entschuldigte sich Shuttleworth für seine Tea-Party-Analogie: Bei der Ankündigung von Ubuntu 13.10 hatte er Mir-Kritikern halb scherzhaft vorgeworfen, einer Open-Source-Tea-Party anzugehören, was diese als Beleidigung empfanden und heftig kritisierten. Shuttleworth erklärt nun, er seine Aussage auf die nicht-technische Kritik bezogen, das Tea-Party-Label aber gedankenlos verwendet, wofür er sich entschuldigen wolle.




