Die deutsche Mandrivauser-Community ist sauer. Nachdem der französische Hersteller Mandriva die deutschen User mit einer etwas merkwürdigen Linuxtag-Absage vor den Kopf gestoßen hatte. Mandrivauser.de reagiert nun mit einer offiziellen Stellungnahme.
Beim Linuxtag zogen die deutschen Mandriva-User ohne Stand durch die Berliner Hallen. Einige der Anwesenden hatten den Besuch im Vorfeld organisiert und gezahlt, in der Hoffnung, Mandriva mit einem Stand zu vertreten. Inzwischen gibt es eine offizielle Reaktion von Mandrivauser.de auf den französischen Rückzug.
Klar ist: Die Community will sich nicht aus der aktiven Unterstützung für die deutschen Mandriva-Anwender zurückziehen. Das Projekt Mandrivauser.de wird es weiterhin geben, ebenso den offiziellen Mirror, die RPM-Pakete und alles, was die Community sonst so produziert hat, inklusive der Übersetzungen. Man wolle nicht, dass den deutschen Benutzern ein Nachteil entsteht.
Zurückziehen werde man sich hingegen aus dem offiziellen Forum von Mandriva (forum.mandriva.com). Zudem ist Wolfgang Bornath (wobo) nicht weiter Repräsentant der Mandriva Assembly, da man dort offenbar keinen Wert auf die Community lege. Weitere Veranstaltung zusammen mit Mandriva seien auch nicht geplant – man wolle zwar auf Veranstaltungen erscheinen, aber das als unabhängige Mandrivauser-Gruppe. Auch die Kommunikation mit der Firma plane man auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
Der Tenor lautet also: Mandrivauser.de will die deutschsprachige Community weiterhin voll unterstützen, aber zukünftig nicht mehr mit dem Unternehmen Mandriva zusammenarbeiten. Was aber letztlich der Grund für die Absage war, bleibt weiterhin unklar – offiziell hatte sich der CEO von Mandriva das Bein gebrochen.



