Die nächste Version der französischen Linux-Distribution Mandriva 2009 ist als zweite Alpha erschienen und zur öffentlichen Begutachtung freigegeben.
Die Testversion zeigt KDE 4.1 Beta 2 als Default-Desktop. Zur wahlweisen Installation ist auch Gnome in der Version 2.23.4 an Bord. Der Kernel ist noch der letzte Release-Kandidat 7 des neuen 2.6.26 – um ein Haar haben die Mandriva-Entwickler also den stabilen Kernel 2.6.26 verpasst, den Linus Torvalds erst gestern frei gegeben hat (siehe Meldung auf Linux-Magazin Online).
Die Entwickler von Mandriva rufen mit dieser zweiten, offiziellen Alpha-Distribution zum öffentlichen Test auf. Es gab zwar Ende Juni schon eine erste Alpha-Version, die aber nur intern für die Mitglieder der Mandriva-Community vorgesehen war. Die Gründe dafür lagen in Problemen mit X.org und der Umstellung von KDE 3.x zu KDE 4.x.
Bei der vorliegende Alpha weisen die Entwickler noch darauf hin, dass sich der Tester nicht wundern solle, wenn er noch nicht das gewohnte Theme von Mandriva in der neuen KDE-Oberfläche sieht: Es sei noch in Arbeit. Als Neuerungen sind zudem neue Treiber für ATI- und Nvidia-Karten der Serien Radeon HD 4xxx und Geforce GTX 2xx dabei. Auch ein neues Feature des Mandriva-Paketmanagers Urpmi gibt es: Er soll von nun an Pakete aufspüren können, die einst in Abhängigkeit für andere Pakete installiert wurden, inzwischen aber verwaist sind.
Zum Download liegen Images der Free Edition als DVD oder dreiteilige CD bereit, die ausschließlich GPL-Software enthält und sowohl die 32-bittige als auch die x86-Architektur zu 64 Bit unterstützt. Alternativ gibt es die Live-CD namens One, die auch proprietäre Treiber enthält und entweder KDE oder Gnome als Default-Desktop verwendet. Die Wiki-Seite zur Alpha 2 von Mandriva listet die verfügbaren Spiegelserver.



