Das freie Content Management System (CMS) Magnolia ist nach rund drei Jahren Arbeit in Version 5 mit zahlreichen Neuerungen erhältlich.
“So einfach zu bedienen wie ein Smartphone” lautet das Motto der neuen Release. Die augenfälligste Neuerung ist nämlich eine Weboberfläche, die sich für Tablets und Handys ebenso eigenen soll wie für Desktop-Browser und sich ihre Metaphern bei Mobil-Apps leiht. Hinter der HTML-5-Oberfläche stecken das Java-Framework Vaadin 7 und das Google Web Toolkit (GWT). Davon profitieren auch Entwickler, die Magnolia einsetzen möchten, denn sie können dank API ihre Erweiterungen als App in die Oberfläche integrieren. Der Hersteller Magnolia International Ltd. aus Basel möchte solche Apps künftig in einem Community-Repository unter GPL sammeln. “In der Java-Welt ist das Tauschen nicht so üblich. Wir wollen es aber fördern”, sagt der Magnolia-CEO Pascal Mangold.
Die neue Version bietet einen Menüpunkt “The Pulse”, unter dem der Anwender sich in Echtzeit einen Überblick über Ereignisse und Änderungen im System verschaffen kann. Magnolia komme nämlich in Enterprise-Umgebungen zum Einsatz, in denen viele Backends eingebunden werden müssen, betont Mangold. Zu den Anwendern zählen der Fernsehsender Al Arabiya, EADS, Migros und Pirelli.
In Magnolia CMS steckt J2EE-Technologie, die viele Open-Source-Komponenten nutzt und auf freie Standards setzt. Dazu gehört etwa JCR 2.0, eine Norm für Java Content Repositories, deren Vorgänger der Hersteller als Erster umgesetzt hat. Entwickler können in ihren Magnolia-Projekten auf Groovy, das Java-Framework Spring und Ruby nutzen.
Weitere Informationen finden sich unter http://www.magnolia-cms.com. Dort gibt es auch die GPL-lizenzierte Software zum Herunterladen sowie eine Demo-Installation zum Ausprobieren (Registrierung erforderlich).




