Mails, Faxe, Anrufe, Videos, kurz die gesamte Kommunikation, versammelt an einer zentralen Stelle und fallbezogen gruppiert – das ist die Vision des Unified Messaging. Es gibt diverse kommerzielle Anbieter solcher Lösungen, aber klappt das auch mit Open Source? Eine Studie ist dieser Frage nachgegangen.
Ausgangspunkt der Untersuchung war der Wunsch eines Kunden, seine proprietäre Lösung abzulösen und sich dabei aus der Abhängigkeit von nur einem Anbieter zu befreien. Stattdessen sollte wo möglich freie Software verwendet werden. Eine bestehende Compliance-Software und eine Branchenanwendung galt es zusätzlich einzubinden. Die hier vorgestellte Studie konnte die Machbarkeit eines solchen Konzepts belegen und lieferte konkrete Vorschläge für die Umsetzung.
Im Zentrum der Implementation steht dabei ein Asterisk-Server nebst diverser Zusatzsoftware. Die Konfiguration landet großteils in Datenbanken und soll sich außerdem überwiegend automatisch aus vorhandenen Informationen generieren lassen. Zu bedenken war auch, dass es unmöglich erschien, die geplante Lösung auf über beteiligte 50 000 VoIP-Endgeräte manuell zu installieren, dafür musste also ein automatisierter Roll-out ermöglicht werden. Ein weiterer kritischer Punkt bestan darin, die Kompatibilität der eingesetzten Hard- und Software sicherzustellen. Dennoch ergab sich unter dem Strich ein positives Fazit: Unified Messaging und Open Source gehen gut zusammen.
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