Die eine Datenbank nennt die Funktion zur Großbuchstabenumwandlung “ucase”, bei der anderen heißt sie “upper”. Wer eine Anwendung migriert, bekommt damit ein Problem. Entweder ändert er nun die Applikation an hundert Stellen – oder die Datenbank an nur einer. Für PostgreSQL beschreibt ein Programmierexperte, wie man benutzerspezifische Funktionen einbaut.
Bei Datenbankmigrationen lohnt es sich, das Zielsystem um Funktionen der Quelldatenbank zu erweitern, anstatt die Anwendung zu modifizieren – ganz abgesehen davon, dass dafür der Quellcode verfügbar und frei sein müsste. Aber das ist nicht alles. Oft erschließen kundenspezifische Datenbankprozeduren auch Performancevorteile. Und sie sind ein großer Beitrag für mehr Sicherheit, denn Angriffsszenarien wie die berüchtigte SQL Injection laufen ins Leere, wenn die Datenbank den Code intern ausführt.
Wie man derartige Funktionen nach eigenen Vorstellungen und mit unterschiedlichen sprachlichen Mitteln in PostgreSQL einfügen kann, das erläutert en Detail dieser neue Beitrag der Linux Technical Review. Der Autor programmierte unter anderem lange am Paket “orafce” mit, das zahlreiche Oracle-Funktionen unter PostgreSQL verfügbar macht. Seine instruktiven Beispiele verraten zugleich den einen oder anderen Kniff aus der Trickkiste des PostgreSQL-Experten.
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