Experten der Cybersecurity Group haben eine lokal ausnutzbare Sicherheitslücke im Bootloader Grub2 entdeckt.
Das Problem besteht in einem Integer-Underflow. Unter bestimmten Umständen lässt sich so mit lokalem Zugang zum Rechner die Authentifizierung umgehen. Mögliche Konsequenzen sind dann erhöhte Privilegien für den Angreifer nebst Einsicht und Löschen von Daten, inklusive Grub selbst. Betroffen sind laut dem Bugreport die Grub2-Versionen von 1.98 bis 2.02 und damit wohl nahezu alle.
Nutzer können laut der Meldung der Entdecker prüfen, ob sie betroffen sind. Dazu müsse beim Start mit Grub statt dem Benutzernamen die Backspace-Taste genau 28 Mal gedrückt werden. Die Integer-Lücke stecke in den beiden Funktionen “grub_username_get” und “grub_password_get”.



