Nachdem der Datenbankanbieter Redis Inc im März 2024 seine Datenbank Redis auf die Server Side Public License (SSPL) umgestellt hat, rudert das Unternehmen zurück. Redis wird ab Version Redis 8 unter der Affero GPLv3 (AGPLv3) angeboten, hat CEO Rowan Trollope bekannt gegeben.
Zwar habe man mit der ursprünglichen Lizenzänderung das Ziel erreicht, dass AWS und Google eigene Forks betreiben müssen und nicht allein von den Entwicklungen der Redis Inc profitieren, berichtet CEO Rowan Trollope aber die Änderung habe unsere Beziehung zur Redis-Gemeinschaft beeinträchtigt. SSPL sei keine echte Open-Source-Lizenz, da die Open-Source-Initiative klargestellt hat, dass ihr die Voraussetzungen für eine OSI-zugelassene Lizenz fehlen.
Als Reaktion darauf gab es weitere Forks, unter anderem das von Linux Foundation betreute Valkey, das unter der ursprünglichen BSD-Lizenz veröffentlicht wird.
Nach der Lizenzänderung beschloss Redis Erfinder Salvatore Sanfillipo (antirez) im November 2024, sich Redis als Evangelist für Entwickler wieder anzuschließen. Unter der Anleitung von Salvatore Sanfillipo, CTO Benjamin Renaud und Kernentwicklern habe man wichtige Entscheidungen getroffen, um Redis in Zukunft zu verbessern, schreibt der CEO.
Dazu zähle das Hinzufügen der von der OSI genehmigten AGPL als zusätzliche Lizenzierungsoption für Redis, beginnend mit Redis 8, das ab sofort verfügbar sei.
Zudem gebe es mit der Einführung von Vektorsätzen den ersten neuen Datentyp seit Jahren, der von Salvatore entwickelt wurde.
Und es erfolge die Integration von Redis-Stack-Technologien, einschließlich JSON, Zeitreihen, probabilistischen Datentypen, Redis Query Engine und mehr in den Kern von Redis 8 unter AGPL.
Redis 8 biete zudem mehr als 30 Leistungsverbesserungen mit bis zu 87 Prozent schnelleren Befehlen und doppeltem Durchsatz.




