Linuxtag 2009: BSI und BIT fördern Open Source, Wien ist auch wieder dabei

Auf dem Linuxtag 2009 in Berlin informiert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) über aktuelle Entwicklungen, die Bundesstelle für Informationstechnik (BIT) stellt das Kompetenzzentrum Open Source Software vor, die Stadt München informiert über das Limux Projekt. Unterdessen erneuert auch der Wiener Gemeinderat sein Bekenntnis zu Freier Software .

Vom BSI gefördert erscheint rechtzeitig zum Linuxtag eine neue Version der freien Groupware Kolab. Das Ministerium empfiehlt die freie Software zum Einsatz in der öffentlichen Verwaltung. Damit die Software unabhängig vom Betriebssystem auf Windows ebenso wie auf Linux eingesetzt werden kann, unterstützte das BSI bisher auch gezielt die Weiterentwicklung der Windows-Variante. Kürzlich fiel im Ministerium der Beschluss, dass sämtliche Desktops im BSI auf Linux umgestellt werden. Wie auf der Messe zu erfahren war, wird als voraussichtliche Konsequenz die Arbeit an der Windows-Variante in naher Zukunft eingestellt, zumindest wird diese wohl nicht mehr lang mit öffentlichen Geldern gefördert.

Mit am Stand ist auch das Kompetenzzentrum Open Source Software des Bundes, das nun bei der Bundesstelle für Informationstechnik eine Heimat gefunden hat. Hier gibt es frisches Geld aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung, der Einsatz von Open Source in Behörden soll hiermit weiter gefördert werden, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und konkrete Beratung sollen dazu beitragen.

Am Gemeinschaftsstand von BSI, BIT und LiMus in Halle 7.2 a am Stand 11 gibt es ausführliche Informationen zur neuen Kolab-Version, zu gpg4Win, einer Sicherheitssoftware für Windows-Rechner, sowie OpenVAS, eine Abkürzung für Open Vulnerability Assessment System. Das auf Nagios basierende Monitoring Informationsportal (MIP) und der vom Bund entwickelte XGenerator, ein OSS-Werkzeug zur Erstellung von XÖV-Standardisierten Datenschnittstellen werden vom Kompetenzzentrum Open Source Software präsentiert.

Unterdessen erneuert auch die Stadt Wien ihr Bekenntnis zu Open Source in der öffentlichen Verwaltung: Auf Antrag der Grünen und SPÖ hat der Wiener Gemeinderat einen Förderwettbewerb zum Thema Open Source in E-Government-Anwendungen beschlossen. Mit dieser Maßnahme, begleitet von einer Informationskampagne soll der Umstieg auf freie Software an den Desktop-Arbeitsplätzen in Wien vorangetrieben werden. Auch die bislang unter Verschluß gehaltene zweite Studie zum Einsatz von Open Source in der Behörde, STOSS 2, wird nun doch veröffentlicht.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben