Auf der Eröffnungsveranstaltung des Linuxtag in Berlin (24. – 27. Juni) hat das Unternehmen Univention heute drei Universitätsabgängern Geldpreise verliehen .
Den ersten Preis in Höhe von 1500 Euro erhielt der angehende Diplom-Informatiker Dominic Eschweiler von der Universität Paderborn. Er überzeugte die dreiköpfige Jury – darunter auch Jan Kleinert, Chefredakteur des Linux-Magazins – mit der Entwicklung eines Mikrotreibers für den Linuxkernel in seiner Diplomarbeit. Der vom Verfasser unter die GPL gestellte Treiber hilft dem Kernel, bei Fehlerkorrektur, Verschlüsselung oder Komprimierung schneller zu arbeiten.
Den zweiten Preis oder 1000 Euro trug der Wirtschaftswissenschaftler Oliver Alexy von der Technischen Universität München davon. Mit seiner Dissertation über den Weg in die Open-Source-Geschäftswelt, fand die Jury, gibt er Closed-Source-Unternehmen Möglichkeiten an die Hand, wie sie ihr Produkt quelloffen machen können. Als Dritter im Bunde erhielt der Informatiker Kai Winter von der Fachhochschule Wiesbaden 500 Euro. Für seine Diplomarbeit schrieb er ein LGPL-lizenziertes Qt-Widget für Kartenanwendungen auf mobilen Geräten: Mit Qmapcontrol auf Basis von Qt Entended kann der Anwender navigieren, aber auch eignene Daten zu den Karten hinzufügen.
Die Univention GmbH vergab den Absolventenpreis dieses Jahr zum zweiten Mal. Sein Zweck ist, die Weiterentwicklung von Open-Source-Software zu unterstützen. Preisverdächtig sind entsprechend nur Arbeiten, die sich auf die eine oder andere Art mit Open-Source-Software beschäftigen. Dieses Jahr erreichten 21 Einsendungen die Jury. Etwa ein Drittel davon waren keine Informatik-Arbeiten, sondern entstammen dem sozial- oder wirtschaftwissenschaftlichen Bereich.
