Linuxconf Europe: Computergesteuertes Zuhause mit Ubuntu

Am Sonntag startete die Linuxconf Europe 2007 im englischen Cambridge. Bis zum 5.September laden die Unix-Usergroups aus Großbritannien und Deutschland zu Vorträgen und Workshops ein.

Neben fachmännischen Diskussionen über Kernel-Interna bietet die Konferenz auch interessante Anwendungsszenarien. Dazu gehört das Projekt Ubuntu Home, das Torsten Spindler von Canonical in seinem Vortrag präsentierte. Media-Center-Rechner auf Windows- oder Linux-Basis stehen mittlerweile in vielen Wohnzimmern, doch Spindlers Projekt soll einem breiten Publikum das computergesteuerte Zuhause ermöglichen.

Warum sollte man den Media-Center-PC nur für Video und Audio nutzen? Torsten Spindler träumt von einer Linux-gesteuerten Umgebung, in der der Anwender alles per Computer kontrollieren kann: Beleuchtung, Heizung, Herd – ja sogar den Toaster. Dabei möchte er auf der Ubuntu-Distribution aufbauen und hat sich vom Linux-Media-Center Linux MCE inspirieren lassen, das bereits mit zahlreichen Produkten zur Haushaltsautomatisierung zusammenarbeitet.

Dabei ist Ubuntu Home gar kein offizielles Canonical-Projekt. Spindler bezeichnet es einfach als eines seiner Steckenpferde. Linux hat sich allerdings bestens als Vermittler ziwschen unterschiedlichen Systemen bewährt und funktioniert hervoragend auf Embedded-Geräten. Ein Projekt wie Ubuntu Home ist daher auch wirtschaftlich nicht zu unterschätzen: Es könnte Linux in zahlreiche Haushalte bringen, wenn sich das automatisierte Zuhause etabliert.

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