LinMin: Runderneuerte Software für Bare Metal Provisioning

Das Startup-Unternehmen LinMin will mit seinem neuen Produkt namens LinMin Bare Metal Provisioning (LBMP) die Verteilung von Linux-Systemen und virtuellen Maschinen direkt auf der Hardware erschwinglich machen. LBMP basiert auf der Software von Open Country.

Mit LBMP lassen sich Linux-Systeme und Anwendungen per Fernwartung direkt installieren und konfigurieren. Auch Abbilder (Images) von Servern, Blades, PCs, Appliances und virtuellen Maschinen sollen mit LBMP auf einfache Weise erstellt werden. Die Images entsprechen geklonten Systemen und können sowohl zur Datenwiederherstellung als auch zum schnellen Ausrollen oder Neuinstallieren einzelner Systeme eingesetzt werden.

Das US-amerikanische Unternehmen LinMin wurde von Laurent Gharda gegründet, dem früheren Chief Executive Officer (CEO) von Open Country. Open Country wiederum war ein Open-Source-Unternehmen, spezialisiert auf Software-Management, das Ende 2007 wegen finanzieller Probleme schließen mußte. Gharda kaufte die Rechte an den proprietären Kernprodukten von Open Country, einschließlich der Provisioning-Software und eröffnete auf dieser Grundlage das neue Unternehmen.

Mit dem Neustart setzt Gharda auf preiswerte Systeme zum so genannten Bare-Metal-Provisioning. Der Begriff “Bare Metal” bezeichnet Systeme, die direkt auf der Hardware laufen, ohne dass ein darunter liegendes Betriebssystem oder eine Virtualisierungsschicht zum Einsatz kommt. Als “Provisioning” werden die Prozesse in der IT bezeichnet, über die Software an die einzelnen Arbeitsplätze verteilt werden. Laurent Gharda sieht seine Software als Ergänzung zu bestehenden kommerziellen und Open-Source-Systemen, mit denen Patches eingespielt und Systeme überwacht werden. “Was bisher fehlte, ist ein niedrig-preisiges, Framework-unabhängiges Bare-Metal-Provisioning, das mit anderen Systemverwaltungslösungen koexistiert”, beschreibt Gharda das LBMP-Konzept. “LBMP automatisiert die Installation und Konfiguration des Betriebssystems, der Applikationen und Management-Agenten und übergibt die Konrolle des neu provisionierten Systems an die bestehende System-Management-Infrastruktur.”

Die aktuelle Version von LBMP ist bereits die fünfte Generation der Software, die zuvor von Open Country vertrieben wurde. Die früher sehr komplexe Installation und Anwendung soll mit der neuen Version erheblich einfacher geworden sein, gleiches gilt für die Preisgestaltung. Die Software inklusive Wartung kostet für ein Jahr 100 US-Dollar für zehn Systeme, für 100 Clients werden 400 US-Dollar fällig und für 250 Client-Systeme werden 750 US-Dollar berechnet. Auf eine Vertriebsstruktur will das Unternehmen vorerst ganz verzichten, die Kunden sollen die Produkte direkt über die LinMin-Webseite bestellen. Das Produkt unterstützt zahlreiche Linux-Varianten, darunter Red Hat, Suse, CentOS, Debian und Mandriva; Ubuntu Linux soll bald folgen. Künftige Versionen sollen auch Windows-Server in heterogenen Umgebungen unterstützen, eine Pre-Release-Version hierzu gibt es bereits.

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