LiMux 6.0 - Abschied vom Vorzeige-Linux

Die Stadt München war im Jahr 2003 mit dem Projekt LiMux gestartet, um die Verwaltung auf Linux und freie Software umzustellen. Im Jahr 2017 hat der Münchner Stadtrat das aus beschlossen. Nun ist LiMux in Version 6.0 vermutlich in letzter Version als virtual Appliance erschienen.  

„Diese virtuelle Appliance bietet die neueste (und wahrscheinlich letzte) Version von LiMux in Form von lauffähigen Maschinen, einschließlich des Quellcodes fast aller unserer Anpassungen“, heißt es zur Veröffentlichung. LiMux 6.0 basiere auf Ubuntu 18.04 und baue auf die jüngste Revision vom Dezember 2021.

Die Appliance bestehe aus einem Verteilserver (“Verteilserver, VTS”) “Master”, der zusätzlich DNS-, DHCP-, LDAP- und Samba-Server bereitstelle und die komplette LiMux Distribution Version 6.0 (“walhalla”), heißt es weiter. Der angepasste Quellcode befindet sich in `/srv/sources`.

Eine virtuelle Client-Workstation (“Basisclient”) “client1” sei vorbereitet, aber noch nicht installiert. Er werde installiert, nachdem die virtuellen Maschinen richtig eingerichtet seien, heißt es in der Readme zu LiMux 6.

Nach dem Scheitern des Vorzeigeprojekts LiMux hat der Stadtrat München im März 2021 beschlossen, dass die Stadt München bei der Beschaffung und Eigenentwicklung von neuer Software zukünftig doch wieder auf Open Source-Lösungen setzt. Den Antrag hatten die Fraktionen der Grünen, der Rosa Liste und SPD/Volt gestellt.

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